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Elisabeth Silbernagl †

Nachruf Elisabeth Silbernagl

Abschied von einer begnadeten Köchin

Elisabeth Silbernagl, Senior-Chefin vom Gasthaus zum Schex, ist im Alter von 92 Jahren gestorben.

St. Wolfgang – Ihre Kochkunst ist bis heute legendär. Bis ins hohe Alter war die Verstorbene täglich in der St. Wolfganger Traditionsgaststätte und begrüßte ihre Gäste.

Silbernagl wurde am 2. Juni 1925 auf dem Klaranwesen in Reith bei Armstorf geboren. Dort ist sie zusammen mit 17 Geschwistern aufgewachsen. Zur Schule ging es damals zuerst nach Schwindkirchen. Dort saß sie zusammen mit dem 2015 verstorbenen Georg Lohmeier aus Loh in einer Klasse. Der berühmte Heimatdichter und Volksschauspieler war auch ihre erste große Liebe, das hat sie noch bei ihrem 90. Geburtstag verraten, aber daraus „is dann nix worn“, meinte sie damals mit einem Schmunzlen. Ihre Schulzeit beendete Elisabeth in Dorfen, wo sie anschließend das Schneiderhandwerk bei „der Frau Wimmer“ gelernt hat.

Ihr Herz eroberte später ein anderer, Anton Silbernagl, der ältere Sohn vom ehemaligen St. Wolfganger Bürgermeister Martin Silbernagl. Dem gehörten damals das Wirtshaus zum Schex und gegenüber die Bäckerei Hansbäck. Ihren Done hat Elisabeth eher zufällig kennengelernt, bei der Aushilfe für ihre Schwester beim Hansbäck. Aus der Liebschaft wurde ein Bund fürs ganze Leben. Nach der Hochzeit 1948 waren aus der Ehe drei Kinder hervorgegangen. Tochter Ilse kam 1948 zur Welt, Sohn Martin zwei Jahre später und 1961 folgte Anton. Der gute Ruf des Wirtshauses war vor allem der ausgezeichneten Kochkunst von Lisi zu verdanken. Das hat sie von ihreKr Mutter gelernt und später in Rosenheim beim Crombacher. 1975 verunglückte der ältere Sohn Martin auf tragische Weise tödlich. Elisabeth erkrankte daraufhin kurze Zeit später zweimal hintereinander an Krebs. Sofort nach überstandener Krankheit stand sie wieder in der geliebten Küche sowie auch im Metzgerladen.

1983 verstarb ihr Mann mit 73 Jahren. Anschließend führte Elisabeth das Geschäft mit ihren Kindern Anton und Ilse bis 1993 erfolgreich weiter. Danach legte sie die Geschicke von Gastwirtschaft mit Metzgerei in die Hände von ihrem Sohn Anton und seiner Frau Anita. Im Ruhestand waren ihr noch viele schöne Jahre vergönnt. Sehr gerne unternahm sie Busreisen mit ihrer Schwägerin. Sehr wichtig war der Lisi auch die Gesellschaft mit den Gästen der Wirtschaft und ihren Stammtischbrüdern.

Noch am Montag sagte sie im Sterbebett zu ihrem Sohn: „Sagst de Stammtischler nomoi alle an scheena Gruaß von mir.“ Die größte Freude bereiteten ihr ihre Familie mit sechs Enkeltöchtern Gisela, Christine, Juliane, Laura, Lena und Lisa sowie ihre vier Urenkel Elisa, Johanna, Max und Vroni, bei denen sie sich ein paar Stunden vor ihrem Tod im Krankenhaus noch verabschieden konnte. ls

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