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Gutes Gelingen: Vertreter der Politik und der acht Vereine versammelten sich zum symbolischen Spatenstich.

Spatenstich in Schönbrunn

Acht Vereine bauen ein Haus

Der Dreck flog gestern nur so durch die Gegend. Doch hatte es einen ganz besonderen Grund: In Schönbrunn erfolgte nämlich der symbolische Spatenstich für ein außergewöhnliches Projekt von der Gemeinde St. Wolfgang und den Ortsvereinen.

Schönbrunn Nachdem alle acht Ortsvereine Schönbrunns ihre Versammlungsstätte mit der Schließung des Gasthauses Pfaller vor vier Jahren verloren hatten, stand schnell fest: „Wir müssen zusammenhalten.“ Das erste Ergebnis einer sehr langen Planungsphase war nun der Spatenstich für ein Dorfhaus, zu dem Politiker, hochrangige Schützenvertreter und Mitglieder der Vereine sich im Feuerwehrhaus zusammenfanden.

Bereits in einem Jahr könnte das Gebäude, das mit viel Eigenleistung errichtet werden soll, schlüsselfertig sein. Der Keller wird ganz den Frohsinn Schützen gehören, die die Federführung für das Projekt übernommen haben. Im Erdgeschoss entsteht ein großer Gemeinschaftsraum mit Bühne, zwei weitere Räume bekommt die Pfarrgemeinde, und auch eine Küche wird eingerichtet. Beide Geschosse sind über eine Rampe, die Barrierefreiheit garantiert, verbunden.

Genutzt wird das Dorfhaus dann von der Landjugend, der Marianischen Männerkongregation, der Frauengemeinschaft, dem Soldaten- und Kriegerverein, der Freiwilligen Feuerwehr Schönbrunn-Fürholzen, dem Schützenverein, den Ortsbäuerinnen Schönbrunn-Gatterberg-Fürholzen und der Pfarrgemeinde Schönbrunn-Gatterberg-Fürholzen.

Vor allem die Struktur der ortsübergreifenden Vereine trug dazu bei, dass ein „zähes Ringen und unzählige Gespräche“, wie es Schützenmeister Hans Neumaier bei seiner Ansprache formulierte, den Baubeginn immer wieder verschoben hatte. Schönbrunn und Fürholzen gehören zwar zu einer Pfarrei, sind aber getrennt durch die Zugehörigkeit von Schönbrunn zu St. Wolfgang und Fürholzen zu Kirchdorf. Die Planungen mussten also immer mit zwei Gemeinden und zwei Landkreisen geführt werden.

Die Gesamtkosten für das Dorfhaus, das direkt neben dem Feuerwehrhaus mit einer Grundfläche von 22 auf 13 Metern gebaut wird, belaufen sich auf rund 766 000 Euro. Weil die Vereine Geld zuschießen und viele Freiwillige mit anpacken, können rund 250 000 Euro an Eigenleistung erbracht werden. Fördermittel und Spenden kommen unter anderem von der Gemeinde St. Wolfgang, dem Bayerischen Sportschützenbund und dem Ordinariat. Alle Anwesenden waren sich einig, dass das Dorf jetzt schon großen Zusammenhalt bewiesen hat und dieser durch den Bau und die Nutzung des Dorfhauses sicher noch zunehmen werde.

Fabian Holzner

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