Stolz auf ihr Werk: Martin Käsmeier, Anton Lohmaier und Stefan Hofinger (vorne, v. l.), sowie Franz Gauster, Thomas Döllel und Bernhard Weilnhammer (hinten, v. l.) haben zusammen mit einigen anderen St. Wolfganger Burschen den Pestfriedhof in Schönfleck mit dem Pestkreuz renoviert. Foto: (Burschenverein)

Burschenverein St. Wolfgang

Den alten Pestfriedhof neu gestaltet

  • Wolfgang Krzizok
    vonWolfgang Krzizok
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St. Wolfgang – Die Burschen aus St. Wolfgang haben sich dazu entschlossen den Pestfriedhof in Schönfleck bei Lappach zu renovieren.

Die bestehende Anlage, die vor gut zehn Jahren von der St. Wolfganger Landjugend in einer 72 Stunden Aktion aufwändig neu gestaltet wurde, ist in den letzten Jahren stark verwildert und war nur noch schwer zugänglich.

Die Straße, welche am Kreuz vorbei führt, ist eine bei Radfahrern und Wanderern sehr beliebte Strecke. Es musste einiges an Unkraut, Gehölz und Ästen entfernt werden, da von der Straße her der Weg zum Kreuz kaum mehr zu erkennen war. Zu den weiteren Arbeiten gehörte das Streichen des Gedenkschildes sowie das Auswechseln der Bretter bei der in die Jahre gekommene Sitzbank. Das Sägewerk Obermaier hatte die neuen Bretter und den ebenfalls benötigten Rindenmulch zur Verfügung gestellt. Auch Bepflanzung und Umrandung des Grabes wurden zweckmäßig erneuert, hier gab es eine Spende der Gärtnerei Gauster. Der Pestfriedhof erinnert an die schwarze Beulenpest, welche in der Gegend während des 30-jährigen Krieges (1618 – 1648) wütete. Das Massengrab dieser Epidemie geriet lange in Vergessenheit, bis um 1783 ein Marterl zur Erinnerung aufgestellt wurde. 1933 ersetzte der damalige Pfarrer dieses Marterl gegen das heutige Pestkreuz.

Wolfgang Krzizok

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