Gemeinderat St. Wolfgang

Antrag auf Badesee geht unter

Den Traum vom Badesee gibt es in St. Wolfgang schon lange. Und es wird wohl beim Träumen bleiben, denn dem Gemeinderat sind die Projektkosten zu teuer.

St. Wolfgang – Die Gemeindeverwaltung hatte einen Antrag von Gemeinderat Georg Hofmeister (WG Armstorf) zu einem möglichen Standort für einen Badesee zum Anlass genommen, grundsätzlich darüber zu diskutieren. Einen Badesee, -weiher oder auch -teich im Gemeindebereich zu schaffen, fand Bürgermeister Ullrich Gaigl (FW) „eine gute Idee“. Auch im Gemeinderat gab es keine grundsätzliche Ablehnung. Abschreckend wirkten allerdings die Kosten.

Gaigl nannte grobe Zahlen und trat so auf die Euphoriebremse. Es dürften bei dem Projekt Badesee nicht nur die Baukosten gesehen werden, sondern vor allem auch die Unterhaltskosten. Man habe sich erkundigt, was ein größerer Badeteich kosten würde, sagte der Bürgermeister. Da sei mit Baukosten von drei Millionen Euro und einem jährlichen Unterhalt von bis zu 300 000 Euro zu rechnen.

Hofmeister erklärte, es sei ihm bei seinem Antrag gar nicht um einen Badesee für die ganze Gemeinde gegangen, sondern darum, die Freizeitmöglichkeiten bei der alten Kläranlage in Armstorf für die Jugend zu verbessern. „Die Kinder wachsen nach” in Armstorf, lautete seine Begründung. An dem Gelände sollte weiterer Grund erworben werden, um Flächen etwa für einen Zeltplatz und Lagerfeuerplatz schaffen zu können. „Erst in einem dritten, vierten Schritt“ könnte man schauen, ob sich dort auch eine Möglichkeit für einen Badeweiher ergebe.

Im Auge müsse man aber haben, dass auf der Zufahrt im Siedlungsbereich nicht zu viele Autos fahren, gab Josef Müller (WG Armstorf) zu bedenken. Ein Badesee sei in dem Bereich, der zudem im Überschwemmungsgebiet der Goldach liegen würde, daher „nicht ideal“. Für den Ortsteil Armstorf mit über 1000 Einwohnern sollte ein öffentlicher Platz geschaffen werden, wo sich auch die Bürger treffen können, regte Josef Göschl (FW Armstorf) an.

Anton Daumoser (WG Gatterberg-Schönbrunn) sprach sich für einen Grunderwerb für die Erweiterung des Freizeitareals in Armstorf aus, „aber ohne Badeweiher“. Neben den finanziellen Aspekten würde man sich damit „viel Ärger“ schaffen. Gaigl unterstütze, dass man für die Armstorfer Jugend etwas machen sollte.

Beschlossen wurde, Flächen zu erwerben, wo dann ein weiteres Freizeitangebot für die Jugend und auch ein Treff für die Dorfgemeinschaft Armstorf geschaffen werden kann. Verwaltungsleiter Christian Miksch regte ein „Gesamtkonzept“ an. Das Thema Schwimmteich wird „hinten angestellt“.

Hermann Weingartner

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