Brand- und Katastrophenschutz

Auf St. Wolfgang kommen Millionen-Ausgaben zu

Die Gemeinde St. Wolfgang muss kräftig in ihre Feuerwehren investieren

Von Hermann Weingartner

St. Wolfgang – Im Brand- und Katastrophenschutz kommen auf die Gemeinde St. Wolfgang in den nächsten Jahren Ausgaben in Millionen-Euro-Höhe für Fahrzeugersatzbeschaffungen sowie Neubau oder Erweiterung des St. Wolfanger Gerätehauses zu. Jetzt erfolgten erste Maßnahmenbeschlüsse im Gemeinderat.

Der Arbeitskreis Feuerwehrwesen des Gemeinderats hat seit Gründung im August 2017 zwei Mal getagt, berichtete Bürgermeister Ullrich Gaigl (FW) im Gemeinderat. Als Ergebnis wurde empfohlen, zwei Ersatzbeschaffungen bei den Feuerwehren einzuleiten. St. Wolfgang bekommt ein LF 20/30 (mit 3000 Liter Wassertank) und Pyramoos ein TSF-L (Logistik). Das hat auch die Feuerwehr-Bedarfsplanung der Kreisbrandinspektion für das Gemeindegebiet vorgesehen, bei Pyramoos sogar als „dringend“ bewertet. Gaigl berichtete, das alte St. Wolfganger LF 16/12 sei Baujahr 1986, das Pyramooser TSF Baujahr 1987. Beide Fahrzeuge hätten das Ende der Nutzungsdauer vor Jahren erreicht. Das neue LF 20/30 koste rund 350 000 Euro bei rund 100 000 Euro Förderung, das TSF-L etwa 140 000 Euro. Nach kurzer Diskussion war sich der Gemeinderat einig, dass ein Ersatz für beide Fahrzeuge notwendig sei und die Anschaffung eingeleitet wird. Ein weiteres „Schieben“ wurde als nicht sinnvoll erachtet, weil in einigen Jahren bereits weitere Einsatzfahrzeuge zum Ersatz anstehen und die Belastung für den Haushalt dann noch höher sei.

Bis zur Auslieferung der beiden Einsatzwägen rechnet die Verwaltung, je nach Fahrzeug, mit ein bis eineinhalb Jahren. Das Pyramooser TSF müsse deshalb heuer noch mal zum TÜV.

Feuerwehrreferent Werner Axenböck (CSU) erklärte, der Arbeitskreis habe die Situationen geprüft. In Pyramoos habe das neue TSF-L laut Kommandanten auch Platz. Das Fahrzeug biete die Möglichkeit zum Transport von einsatzbezogener Ausrüstung, wie zusätzlichen Atemschutz oder den Abtransport von kontaminierten Schläuchen nach Einsätzen im Logistik-Container am Fahrzeugheck. „Das hilft in der Gemeinde allen weiter.“ Das LF 20/30 biete neben dem Transport von neun Einsatzkräften die geforderten 3000 Liter Löschwasser an Bord für den Schnellangriff.

Bürgermeister Gaigl betonte, „auf lange Sicht“ müssten alle sechs Gemeinde-Feuerwehren enger zusammen arbeiten und auch gemeinsam üben. Die Pyramooser mit dem neuen Auto dann besonders mit St. Wolfgang. Eine Auflösung von Ortswehren stünde aber nicht zur Debatte. Franz Seidl (FW) forderte, der Arbeitskreis solle ein „längerfristiges Konzept“ des Feuerwehrwesens erarbeiten.

Einstimmig beschlossen wurde für beide Fahrzeuge einen Zuwendungsantrag sowie vorzeitigen Maßnahmenbeginn bei der Regierung von Oberbayern zu beantragen. Die Ausschreibung „ist sehr kompliziert“ geworden und müsse für das LF 20/30 Europa weit ausgeschrieben werden, sagte Verwaltungsleiter Christian Miksch. Um keine Fördergelder zu verlieren wird die Ausschreibung an ein Experten-Büro vergeben.

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