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Zwei Hundling: Der Aurer Jackl (r.) und sein Luggi. 

Humorist Aurer Jackl

Bei der Raiffeisenbank gibt es „FKK auf höchster Ebene“

St. Wolfgang – Da ist kein Auge trocken geblieben: Der Aurer Jackl und sein Freund Luggi haben bei der Raiffeisen-Generalversammlung in St. Wolfgang den trockenen Finanzbericht der Bank mit einer gehörigen Portion Humor gewürzt. Im Visier waren auch Raiffeisen-Vorstandschef Josef Stöckl und Bürgermeister Ullrich Gaigl.

„Was willst mal werden, so beruflich?“ will der Aurer Jackl von seinem kleinen Freund Luggi wissen. „Bürgermeister!“ „Ja, was für ein Bürgermeister?“ „Ja, wie der Ulli aus St. Wolfgang!“ „Ja, bist Du verrückt?“ fragt der Jackl. „Ist das Voraussetzung?“ kommt es messerscharf aus dem Puppenmund.

Wenn der kleine Kerl aus seiner Kiste darf und ihm der Jackl aus dem Bauch heraus seine Stimme leiht, hat er die Lacher auf seiner Seite. Da hält sich auch St. Wolfgangs Bürgermeister Gaigl nicht zurück, selbst wenn er sein Fett wegbekommt. Die Besucher waren begeistert, wie der Jackl und der Luggi die Bühne im Gasthaus Schex erobert haben.

Jackl kann auf eine über 30-jährige Bühnenerfahrung als Humorist, Musiker und Bauchredner zurückblicken und hat jetzt in der Starkbierzeit traditionell viel zu tun. Da ist es gut, dass der Lausbub Luggi in seiner roten Holzkiste mitgekommen ist und den Jackl schlagfertig unterstützt. Der Kleine wird nicht müde, ein wahres Feuerwerk an Pointen abzufeuern und dabei kaum ein Fettnäpfchen auszulassen.

Jackls freundliches Lob „die Beamten sind die Träger der Nation“ kontert er frech mit „jaja, eine träger als der andere“. Und warum ein Beamter so viel in der Nase bohrt, weiß er auch: „Da holt er das Letzte aus sich raus.“ Luggi ist acht Jahre alt und geht demzufolge in die Schule. Dort hat er neben Deutsch und Religion auch Chinesisch. Und weiß dadurch, was „Mutter“ auf Chinesisch heißt: „Zang.“ Dann schiebt er auf Jackls Nachfrage gleich hinterher, dass man Großmutter mit „Zang Zang“ übersetzt. Und Schwiegermutter mit „Kneif Zang“. Selbst vor Raiffeisen-Vorstandschef Josef Stöckl macht sein loses Mundwerk nicht halt. „Wer issn das da unten?“ will er wissen. Jackl: „Das ist der Sepp Stöckl!“ Luggi: „Der hat ja gar keine Haare!“ Dafür liefert Jackl die Begründung: „Der macht FKK auf höchster Ebene!“ „Jaja“, entgegnet Luggi, „da suchen die Haar’ schon Asyl in der Nasn’ und in den Ohren.“ Es sei aber gar nicht so schlimm, keine Haare zu haben, erklärt der Jackl, denn schon in der Bibel steht, dass man dann selig werde. Luggi weiß sofort, was gemeint ist: „Selig sind die, die ausha(ar)ren.“

Ausgeharrt hat auch Gemeindechef Gaigl, obwohl er einiges wegstecken musste: „Weißt du, was der Ulli, der Bürgameista, dringa muaß, damit er zwei Promille zammkriegt?“ will Jackl von Luggi wissen. „Ja, drei Dog lang nix“ kommt es zurück. In der Starkbierzeit müssen Bürgermeister eben in vielerlei Hinsicht jede Menge vertragen können.
Henry Dinger

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