Brandschutz

Auf Gemeinde kommen Investitionen in Millionenhöhe zu

St. Wolfgang – In der Gemeinde St. Wolfgang stehen im Bereich Brand- und Katastrophenschutz Investitionen deutlich über einer Million Euro an. Der neue Feuerwehrbedarfsplan soll zur Entscheidungsgrundlage werden.

Im Wolfganger Gemeinderat stellte Kreisbrandinspektor (KBI) Lorenz Huber am Dienstagabend den Feuerwehrbedarfsplan für die Kommune vor. Im Gemeinderat wurde die Planung positiv aufgenommen, die künftig als Grundlage für Maßnahmen beim Brand- und Katastrophenschutzes dienen soll. Der Bedarfsplan wurde einstimmig zum Beschluss erhoben.

Die Kreisbrandinspektion habe damit begonnen, für alle Kreisgemeinden eine Bedarfsplanung aufzustellen, informierte Huber. Die stelle man dann den Gemeinden „als Gutachten“ kostenlos zur Verfügung. Da werden unter anderem eine Gefährdungs- und Risikoanalyse für die Gemeinden erstellt. Ein besonderer Schwerpunkt in St. Wolfgang sei die B 15 aufgrund der hohen Verkehrsfrequenz. Mit der A 94 werde St. Wolfgang nicht belastet.

In der Planung ist auch ein Ist- und Soll-Zustand der Feuerwehren mit Vorschlägen für Ersatzbeschaffungen, berichtete der KBI. Bindend sei das nicht. Die Feuerwehr St. Wolfgang sollte bald als Ersatz für das LF 16/20 ein TLF 3000 anschaffen. „Dringend“ sei in Pyramoos ein Ersatz für das alte Tragkraftspritzenfahrzeug. Ein Problem sei zudem das St. Wolfganger Gerätehaus. Dort gibt es nur drei Ausfahrten für vier Fahrzeuge. Da müsse über ein neues Gebäude nachgedacht werden. Die Gemeinden müssen ihre Feuerwehren so aufstellen und ausrüsten, dass sie möglichst schnell Menschen retten und Brände löschen können, betonte Huber. Hierfür sei notwendig, dass grundsätzlich jede an einer Straße gelegene Einsatzstelle von einer Feuerwehr in höchstens zehn Minuten erreicht werden könne. Planerisch dauere es 1,5 Minuten bis zur Alarmierung der Wehr und weitere drei bis vier Minuten, bis zum Ausrücken. Zum Anrücken an den Einsatzort bleiben dann rund fünf Minuten. Alle Gebiete in der Gemeinde können in der Hilfsfrist erreicht werden, außer am Rand von Pyramoos. Dort beschaffe aber die Nachbarfeuerwehr Winden (Gemeinde Haag) ein LF10/6, das im Notfall anrücke.

Die Personalstärke der Feuerwehren könne „als gut bewertet werden. Auch die Tagesalarmstärke ist positiv zu bewerten“, erklärte Huber. Jedoch sei „mehr Augenmerk“ auf die Jugendarbeit zu legen. Die Tagesalarmsicherheit sei zwar gut, das müsse aber nicht so bleiben. Die Politik sollte daher auf Arbeitgeber zugehen und sich „verstärkt um Gewerbe bemühen, welches auch für mittel und höher qualifizierte Feuerwehrdienstleistende als Arbeitgeber in Frage kommt“, empfahl der KBI. prä

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