Vereinsheim Schönbrunn

Nur Bürgermeister stimmt dagegen

Im St. Wolfganger Gemeindeteil Schönbrunn drängt vor allem der heimische Schützenverein auf den Bau eines neuen Vereinsheims. Nachdem der örtlichen Wirt aufgegeben hat, sind die Frohsinn-Schützen heimatlos und seit zwei Jahren bei den Armstorfer Schützen zu Gast.

St. Wolfgang – Der Bauausschuss des Gemeinderates hat sich mit einer Bauvoranfrage der örtlichen Schützen für den Neubau eines Schützenhauses mit Vereinsheim beschäftigt. Das Gebäude soll bewirtschaftet und so für alle Schönbrunner Vereine zur neuen Heimat werden.

Ein verfügbares Grundstück steht am westlichen Ortsrand bereits länger zur Verfügung. Das Problem ist dort bisher, dass der Standort spornartig in den Außenbereich hineinragt. Eine derartige Bebauungsentwicklung genehmigt die Baubehörde in der Regel nicht. Der Flächennutzungsplan für das Areal in eine „Allgemeinbedarfsfläche“ ist aber bereits geändert, und jetzt wurde ein vom Landratsamt Erding gefordertes planerisches Gesamtkonzept für die bauliche Entwicklung in Schönbrunn vorgestellt (wir berichteten). Das soll Wohnungs- und Gewerbebau am Ortsrand ermöglichen.

Der St. Wolfganger Bauausschuss befürwortet grundsätzlich das eingeschossige Bauvorhaben für das bereits seit zwei Jahren geplante Schützenhaus und fasste einen positiven Empfehlungsbeschluss an den Gemeinderat. Dagegen stimme nur Bürgermeister Ullrich Gaigl (FW). Er sei aber „nicht gegen den Bau eines Bürgerhauses, sondern nur gegen die Vorgehensweise“ der Antragsstellung, betonte Gaigl ausdrücklich auf Nachfrage der Heimatzeitung.

Den Schönbrunnern sei die Präsentation des Gesamtkonzepts bekannt gewesen. Gaigl hätte es lieber gehabt, man hätte den Termin abgewartet und nicht schon im Vorfeld den Bauvorbescheidsantrag eingereicht. Das sei „contraproduktiv“. In dem Gesamtkonzept wurde auch ein zweiter Standort aufgezeigt, der dem St. Wolfganger Bürgermeister „persönlich“ besser gefallen würde als der aktuelle Bauplatz. Dort könnte wohl auch der Bolzplatz besser angeschlossen werden, der aus dem Ort verlegt werden soll.

Der Bauantrag soll dann in der übernächsten Gemeinderatssitzung behandelt werden. Dann müssten die Bauausschussmitglieder auch zu der Standortentscheidung stehen, forderte Bürgermeister Gaigl. Die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens ist auch im Gemeinderat zu erwarten.

Hermann Weingartner

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