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Vom Honig über Kartoffel bis zum Spargel: 20 Produktköniginnen waren zum Gartlertag gekommen. Nach einem Empfang bei Bürgermeister Ullrich Gaigl im Rathaus ging es in die Goldachhalle. Dort waren die Produktköniginnen dabei, als Apfelkönigin Renate Sperr Zepter und Krone an ihre Nachfolgerin Christina Rachl (v. l., Mitte auf der Treppe) übergab. Vereinsvorsitzender Rudi Brand und sein Vize Johannes Ober (dahinter, v. l.) gratulierten den beiden Hoheiten.

19. St. Wolfganger Gartlertag

Christina I. ist Jubiläums-Apfelkönigin

Die größte Dichte an Hoheiten hat St. Wolfgang. Zumindest war das am Sonntag so, beim 19. Gartlertag des örtlichen Gartenbauvereins. Denn über 20 Produktköniginnen waren zur Inthronisation der 10. St. Wolfganger Apfelkönigin Christina I. Rachl gekommen.

St. Wolfgang – Seit langem hatten die St. Wolfganger Gartler mal kein Glück mit dem Wetter. Bis nach Mittag hatte es schon mal kräftig geregnet, und so kamen die Besucher zum traditionellen Gartlertag diesmal nicht wie gewöhnt in dichten Scharen. Dennoch werden es wieder weit über 1000 Besucher aus Nah und Fern gewesen sein, die den beliebten Gartlertag besucht haben.

Weil der Ehrenvorsitzende der Gartler, Georg Loidl, im Jahr 2001 eine eigene St. Wolfganger Apfelkönigin mit jeweils zwei Jahren Amtszeit installiert hatte (und zwei Hoheiten nur jeweils ein Jahr im Amt waren), war der Höhepunkt des Tages die Krönung der 10. Apfelkönigin. Vereinsvorsitzender Rudi Brand erinnerte in seiner Ansprache daran, dass man Loidl „damals belächelt“ habe. Heute sei die St. Wolfganger Apfelkönigin anerkannt und vertrete den heimischen Apfel sowie den Verein weit über die Landkreisgrenzen hinaus. Für diesen großartigen Einsatz bedankte sich Brand ganz herzlich.

Bürgermeister Ullrich Gaigl hatte bereits am Vormittag das Vergnügen gehabt, die hübschen Hoheiten im Rathaus zu empfangen. Mittags in der vollen Goldachhalle lüftete er dann das bestens gehütete Geheimnis, wer die neue Apfelkönigin ist und präsentierte die 20-jährige St. Wolfgangerin Christina I. Rachl als neue Produktkönigin des Goldachtals. Der Bürgermeister dankte der scheidenden Hoheit Renate I. Sperr für ihren Einsatz. Diese übergab Zepter und Krone an ihre Nachfolgerin. Ex-Königin Sperr erzählte, sie sei in ihrer Amtszeit 13 414 Kilometer unterwegs gewesen, zu 84 Auftritten, von der „Grünen Woche“ in Berlin, über den Neujahrsempfang von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer in der Münchner Residenz, bis hin zu Einladungen nach Südtirol. „Es war eine schöne, einzigartige Zeit“, schwärmte Sperr und bedankte sich beim Verein sowie all ihren Unterstützern.

Es sei ein „riesiges gesellschaftliches Ereignis“, einen ganzen Hofstaat mit Königinnen im Landkreis zu Gast zu haben, meinte Vizelandrat Jakob Schwimmer. Er bedankte sich „herzlichst“ bei Apfelkönigin Renate I., die sehr gut als Botschafterin der heimischen Äpfel aufgetreten sei. Schwimmer gratulierte dann der neuen Apfelkönigin Rachl, die er dann auch gleich zur „Grünen Woche“ 2018 nach Berlin einlud.

Ein dickes Lob gab es dann auch noch für den Gartenbauverein, der „eine riesige Bewegung“ in der Gemeinde St. Wolfgang sei und zu den größten sowie aktivsten Gartlervereinen des Landkreises zähle.

Der engagierte Vorstand um den Vorsitzenden Brand sowie über 150 fleißige Helfer hatten wieder für die reibungslose Organisation eines bewährten Programms für Jung und Alt gesorgt, mit Bauernmarkt, Krauteinschneiden oder auch der großen Apfelausstellung mit Sortenbestimmung. Aber natürlich drehte sich fast alles um die heimischen Äpfel, für die die St. Wolfganger Apfelkönigin Christina I. jetzt landauf, landab Werbung macht.

Hermann Weingartner

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