+
Die neue CSU-Führung mit (v. l.) Anton Daumoser, Thomas Bauer, Michael Göschl, Johannes Ober, Bernhard Konrad, Lorenz Brandl und Wolfgang Brandlhuber.

CSU Gatterberg/Schönbrunn

Johannes Ober bleibt an der Parteispitze

Bei der CSU Gatterberg/Schönbrunn bleibt personell alles beim Alten: Auch die nächsten Jahre wird Johannes Ober dem Ortsverband vorstehen.

Schönbrunn/Klaus – Ebenfalls aufrecht erhalten wird die enge politische und gesellschaftliche Zusammenarbeit mit dem CSU-Ortsverband St. Wolfgang. So werden nicht nur Vorstandssitzungen und Neuwahlen gemeinsam abgehalten, auch beim Dorffest ziehen die beiden Ortsverbände an einem Strang. „Das Fest können wir nur in Gemeinsamkeit stemmen“, sagte Ober zu der neuen Aufgabe, für die Küche im Weißbierzelt verantwortlich zu sein.

Eine komprimierte Zusammenfassung der aktuellen Gesundheitspolitik gab Kreisrat und Beisitzer im CSU-Kreisvorstand Thomas Bauer. Den Schwerpunkt seiner Ausführungen legte der Mediziner auf die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum. Hätten junge Mediziner „vor 25 Jahren noch Schlange gestanden, um eine Arztpraxis zu übernehmen“, sei es heute schwierig bis unmöglich, Nachfolger zu finden. Trotzdem sei der Versorgungszustand im Landkreis – obwohl das Durchschnittsalter der niedergelassenen Ärzte bei 57 Jahren liegt – als sehr gut zu bezeichnen.

Warum die Attraktivität der Tätigkeit als Allgemeinmediziner eingebüßt hat, erklärte Bauer unter anderem mit den veränderten Ausbildungsmodalitäten. Nach der Abschaffung des früheren Hausarztmodells sei inzwischen eine fünfjährige Weiterbildung zum Allgemeinmediziner nötig. „Da sagen sich natürlich einige, warum soll ich das machen, dann such ich mir eine andere Fachrichtung und bleib an der Klinik oder geh in die Forschung.“ Weitere Gründe seien die „Verweiblichung der Medizin“, die zu längeren Fehlzeiten führe, und die Belastung durch Bereitschafts- und Wochenenddienste.

Um weiter eine gute Versorgung zu gewährleisten, sei es nötig, die Anzahl der Medizinstudienplätze deutlich zu erhöhen. Es sei aber auch an der Zeit, sich „inhaltlich Gedanken zu machen, ob wir das weiter über das Solidarsystem finanzieren können oder ob sich der Staat stärker engagieren muss“, regte er an. Grundsätzlich müsse es das Bestreben der Politik sein, „zu schauen, wie kann ich der Bevölkerung eine möglichst gute Medizin bieten, nicht, wie kann ich sparen“. 

Der Vorstand

Vorsitzender: Johannes Ober

Stellvertreter: Lorenz Brandl Schriftführer: Bernhard Konrad

Kassier: Wolfgang Brandlhuber

Beisitzer: Anton Daumoser, Josef Göschl, Michael Göschl Kassenprüfer: Hermann Pinl, Georg Rott

Anne Huber

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Der Kreißsaal öffnet im November
Neun Beleghebammen werden ab November im Klinikum Erding arbeiten. Der genaue Starttermin in der seit Juli geschlossenen Geburtsstation hängt aber noch von Bauarbeiten …
Der Kreißsaal öffnet im November
Hier finden Sie am Sonntag alle Ergebnisse des Wahlkreises Erding-Ebersberg
Welche Kandidaten ziehen für den Wahlkreis Erding-Ebersberg in den Bundestag ein? Hier finden Sie am Sonntag alle Ergebnisse der einzelnen Gemeinden für die …
Hier finden Sie am Sonntag alle Ergebnisse des Wahlkreises Erding-Ebersberg
Heuschneider-Schiff in stürmischer See
Die Gefahr ist digital. Immer mehr Menschen erledigen ihre Einkäufe online vom heimischen Sofa aus. Die Folge ist ein gnadenloser Preiskampf. Der ungleiche Wettbewerb …
Heuschneider-Schiff in stürmischer See
Eltern wünschen sich weniger Schließtage
Im Großen und Ganzen sind die Eltern mit der Kinderbetreuung im Kindergarten zufrieden. Das ergab jetzt eine Bedarfsumfrage.
Eltern wünschen sich weniger Schließtage

Kommentare