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Die Jugendfeuerwehr St. Wolfgang zeigte bei einer Übung, wie schnell sie schon einen Saugschlauch zusammenbauen können .

Schnuppertag

Feuerwehr zum Anfassen

Die Jugendfeuerwehr St. Wolfgang wirbt um Nachwuchs. Am Samstag gab es den ersten von zwei Schnuppertagen mit Show-Übung und viel Feuerwehr zum Anfassen.

St. Wolfgang – Es ist gar nicht so leicht, wie es aussieht, mit dem Wasserstrahl aus dem C-Rohr eine Wassereimer-Pyramide umzuwerfen. Vor allem nicht, wenn die Pyramide in 20 Metern Entfernung steht. Stephanie Häusler versuchte es natürlich trotzdem. Wolfgang Hartinger, Jugendwart der St. Wolfganger Jugendfeuerwehr, hielt die Spitze ein bisschen mit fest. Geschafft! Die Eimer purzelten um und Stephanie freute sich.

Wasser marsch: Jugendwart Wolfgang Hartinger zeigt Stephanie Häusler, wie die Düse richtig gehalten wird.

Die Elfjährige war mit ihren Eltern zum Schnuppertag der Jugendfeuerwehr St. Wolfgang gekommen. Sie wollte sich mal selber anschauen, was die Wehr so macht und ob das vielleicht auch etwas für sie wäre. Ihr Bruder Maxi ist seit gut einem Monat dabei. „Ich habe die Werbung für die Jugendfeuerwehr beim Faschingszug gesehen“, erzählt der 14-Jährige. Er kannte schon ein paar von den jungen Kameraden und so steht er nun in seiner eigenen Uniform neben seiner Schwester. Es macht ihm Spaß und „was soll ich auch sonst Freitag auf d' Nacht machen“, lacht er. Und dazu kommt natürlich, dass er und seine Schwester schon seit Jahren beim Bayerischen Roten Kreuz sind und auch ihr Papa dort aktiv ist. Das prägt. Dass seine Schwester auch zur Jugendfeuerwehr kommt, steht fast fest. Sie muss allerdings noch ein paar Monate warten, denn erst ab zwölf Jahren darf sie dabei sein.

„Wir werben im Moment wieder verstärkt für die Jugendwehr“ erklärt Jugendwart Hartinger. Derzeit sind 17 junge Kameraden zwischen zwölf und 17 Jahren in der Wehr, mehr als die Hälfte übrigens Mädchen. „Viele sind dabei, weil ihre Eltern aktive Kameraden sind“, sagt Hartinger. Es dürften aber gern noch mehr werden, denn bald treten wieder einige von den Jungen zu den Aktiven über.

Mit Stephanie kamen auch Simon, Alex und Christina zum Schnuppern. Der Jugendwart war in seinem Element, erklärte, zeigte und führte vor. Nicht nur die vier Autos der St. Wolfganger Wehr, sondern auch was sie an Bord haben und wo die Hilfsmittel im Fahrzeug untergebracht sind. Der Spruch „bei der Feuerwehr könnt ihr immer was rausklappen“, zog sich wie ein roter Faden durch seine kurzweilige Führung durch die Technik. Die Kinder konnten sich in die Autos setzen, die Wärmebildkameras ausprobieren und selbst mal Teile der Ausrüstung halten. Doch auch die schwere Technik durften die Interessenten kennenlernen und erleben, wie viel Kraft das hydraulische Spreiz- und Schneidgerät hat. Als Höhepunkt des Schnuppertages am Samstag bewies die Jugendwehr in einer Show-Übung, wie schnell sie einen Saugschlauch zusammenbauen können und in welch kurzer Zeit ein Schlauchsystem für einen Löschangriff zusammengebaut ist.

Alle vierzehn Tage trifft sich die Jugendwehr von 19.30 bis 22 Uhr zu ihren Übungen und zum Beisammensein. Die Kinder und Jugendlichen lernen alles Praktische, ob es Löschaufbauten sind, die Fahrzeug- und Gerätekunde, Erste Hilfe oder technische Hilfeleistungen. „Der Spaß kommt aber nicht zu kurz“, sagt Hartinger. So werden Ausflüge unternommen oder 24-Stunden-Übungen wie beim „Berufsfeuerwehrtag“ erlebt. Der Schnuppertag wird am 22. April wiederholt. Henry Dinger

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