Salafistenprediger Sven Lau muss fünfeineinhalb Jahre in Haft

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Nur drei Ausfahren, aber vier Autos hat die Feuerwehr St. Wolfgang. Da muss sich nicht nur nach Ansicht der Feuerwehr etwas ändern.  

Neue Einsatzfahrzeuge

Feuerwehren könnten Millionen kosten

Millionen-Investitionen könnten auf die Gemeinde St. Wolfgang zukommen, wenn nach notwendigen Ersatzbeschaffungen für Feuerwehrfahrzeuge Gerätehäuser zu klein werden und neu gebaut werden müssten. Der Gemeinderat will die Problematik anpacken.

Von Hermann Weingartner

St. Wolfgang – Bei drei der insgesamt sechs Gemeindefeuerwehren müssen demnächst Einsatzfahrzeuge neu beschafft und möglicherweise auch Gerätehäuser neu gebaut werden. Ersatzbeschaffungen stehen bei der Hauptfeuerwehr St. Wolfgang und der Ortsfeuerwehr Pyramoos, sowie in ein paar Jahren bei der Feuerwehr Jeßling an. Dies führte zu einer längeren Diskussion im Gemeinderat.

Gegenseitige Abhängigkeiten der Feuerwehren machte die Beratung stellenweise unübersichtlich und verzwickt, wo etwa welches Fahrzeug Platz hat und welche Ausrüstung sinnvoll ist. So spielte das Erreichen der Tagesalarmsicherheit während der Woche, die Truppstärke der Atemschutzgeräteträger oder die Größe der Gerätehäuser eine Rolle. Einig war man sich im Gemeinderat, dass nicht jede Feuerwehr die gleichen Fahrzeuge und Ausrüstung haben sollte, sondern die einzelnen Wehren künftig neben der Normausstattung mehr für spezielle Aufgaben ausgerüstet werden sollten.

Unklar war, wie es bei der Feuerwehr Schönbrunn-Fürholzen weitergeht. Fürholzen gehört zur Nachbargemeinde Kirchdorf. Dort gebe es wohl Überlegungen, Fürholzen und Kirchdorf zusammenzulegen, berichtete Bürgermeister Ullrich Gaigl (FW). Dann würde es mit dem Atemschutz bei den Schönbrunnern eng. Das wiederum schaffe das Problem, wie man die Einsatzstärke beim Atemschutz weiter gewährleisten könne und möglicherweise an anderer Stelle aufgerüstet werden müsse.

Ein anderes Problem war die Anschaffung eines TLF 3000 (mit Löschwassertank) für das alte LF 17 der St. Wolfganger Wehr. Das neue Ersatzfahrzeug könnte nur drei Personen befördern statt bisher neun. Überlegt wurde daher, doch ein LF 20 zu kaufen, das mehr Personen aufnehmen kann.

Zu- und Abfahrt ist sehr eng

Bei der St. Wolfganger Wehr werde man sich im August bei der Überprüfung wieder eine Beanstandung einhandeln, kündigte Feuerwehrreferent Werner Axenböck an. Das Gerätehaus hat nur drei Ausfahrttore aber mit dem First Responder seit Jahren vier Fahrzeuge. Daher sei auch die Ausfahrtsituation und Raumnot zu klären. Der Standort habe Vor- und Nachteile. So seien einige Feuerwehrleute sehr schnell zu Fuß oder Rad am Gerätehaus, dadurch könne das erste Fahrzeug schnell ausrücken. Aber die enge Zu- und Abfahrt sei „nicht ideal“.

Denkbar wäre laut Axenböck eine Erweiterung im Bereich der Gärtnerei nebenan, falls man den Grund bekäme, oder den First Responder extern unterzubringen. Einig war sich der Gemeinderat, den St. Wolfgang-Standort möglichst zu halten, sofern man vor Ort sinnvoll erweitern könne. Gleichzeitig müsse aber jetzt aktiv ein alternativer Standort gesucht werden. Die Hauptfeuerwehr warte nun schon fast zwei Jahre, „dass da endlich was passiert“, klagte Axenböck. Gaigl sagte, es sei schwierig, ein geeignetes Grundstück zu bekommen.

Kämmerer forderteigenes Konzept

In Pyramoos soll ein TSF/L (Logistik) bereitgestellt werden. Da ist aber unklar, ob das Fahrzeug in das Gerätehaus passt und dann noch Platz für Material-Container ist. Axenböck warnte vor einem „Schildbürgerstreich“, wenn ein Fahrzeug bestellt werde und man hinterher feststelle, dass das Feuerwehrhaus zu klein sei.

Die Grundsatzfrage, wie bei Ersatzbeschaffungen die betroffenen Feuerwehr-Vereine beteiligt werden könnten, blieb offen. Es bleibt daher, wie es war. Die Gemeinde zahlt Fahrzeuge mit Normbeladung, zusätzliche Ausstattung müssen die Wehren selber zahlen. Dabei war die Forderung von Verwaltungsleiter und Kämmerer Christian Miksch fast untergegangen, der ein Feuerwehrbeschaffungskonzept fordert. Danach sollen nicht Millionen-Beträge in einem Jahr zusammenkommen, sondern die Kosten sollen sich gleichmäßiger auf die Jahre verteilen.

Beschlossen wurde vom Gemeinderat, dass die Feuerwehren St. Wolfgang und Pyramoos je ein neues Einsatzfahrzeug bekommen. Die Details klärt vorher der „federführende Kommandant“ der Hauptfeuerwehr St. Wolfgang, Florian Axenböck, mit den betroffenen Ortskommandanten, zusammen mit Gemeinde und Bürgermeister. Weiter soll jetzt intensiv die Standortfrage für die St. Wolfganger Wehr untersucht werden. Priorität hat dabei aber, dass die Wehr im bestehenden Gebäude bleiben soll.

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