Spatenstich für die Zukunft: (v. l.) Tom Roßhuber (Planer), Bürgermeister Ullrich Gaigl, Simon Eder (Numberger-Geschäftsführer), Markus Mirbeth (Prokurist). Foto: Weingartner

Spatenstich

Frischer Wind im Gewerbegebiet

St. Wolfgang - Das Sprichwort, „Was lange währt, wird endlich gut“, trifft für die Gewerbeentwicklung im St. Wolfganger Ortsteil Mühlberg sicher zu. Die Firma Numberger kann nämlich jetzt ihre Betriebsstätte erweitern.

St. Wolfgang – Seit einem Jahrzehnt kämpfte die Numberger GmbH darum, den Betrieb am Standort erweitern und modernisieren zu können. Jetzt konnte endlich der Start für den Bau einer neuen, modernen Produktionsstätte gefeiert werden, freute sich Geschäftsführer Simon Eder beim Spatenstich mit Grundsteinrollenlegung. In die Sicherung der Zukunft des Unternehmens und der 22 Arbeitsplätze vor Ort investiert der Mühlberger Unternehmer rund 3,4 Millionen Euro.

Die Numberger Technologies GmbH wächst stetig und ist ein Produzent technologisch hochwertiger Metallkomponenten, unter anderem im Anlagen- und Maschinenbau, mit weit über 600 Kunden europaweit. Eine Modernisierung der alten Betriebsgebäude sei dringend notwendig gewesen, um im harten Wettbewerb weiter bestehen zu können, betonte Eder. Aufgrund der veralteten Produktionsstätte habe man sogar Kunden verloren.

Solche Sorgen dürften bald der Vergangenheit angehören, wenn die neue Halle mit rund 1400 Quadratmeter Fertigungsbereich und 600 Quadratmeter Bürofläche und Sozialräume, wie geplant im November, bezogen werden soll. Das werde „sich für alle lohnen“, meinte Eder.

Er erinnerte auch an die „schwierige Vorbereitungsphase“ und den Kampf, sein Bauvorhaben vor Ort realisieren zu können. Für das Projekt waren eine Flächennutzungsplanänderung und ein Bebauungsplan notwendig. Trotz Wohlwollens der Gemeinde kam das Planvorhaben immer wieder ins Stocken, erinnerte Eder. Mit dem Amtsantritt 2014 von Bürgermeister Ullrich Gaigl sei „wieder Bewegung“ in die Sache gekommen. Der Geschäftsführer bedankte sich daher beim Gemeindechef für dessen „außerordentlichen Einsatz“ in der Angelegenheit. Er habe durch Verhandlungsgeschick alle Bedenken ausräumen können mit der Folge einer gütlichen Einigung der Beteiligten. Eder dankte in dem Zusammenhang auch seinem Nachbarn für dessen Zustimmung zum Bebauungsplan. Das habe beiden „weitere Jahre des Streits erspart und die Schaffung von zeitgerechten, sicheren Arbeitsplätzen ermöglicht“.

Gaigl sagte, es sei „sehr erfreulich“, dass der Betrieb gehalten werden konnte. Das seien sichere Arbeitsplätze vor Ort, bringe Kaufkraft am Ort, und der erfolgreiche Betrieb zahle Gewerbesteuer, was auch ein wichtiger Beitrag sei, um Leistungen für die Bürger zu finanzieren.

Hermann Weingartner

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