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Geplanter Standort für einen neuen Spielplatz ist wieder die Wiese an der Bajuwarenstraße. Hier war schon einmal ein Spielplatz.

Planungsauftrag

Gaigl sieht Spielplatz als unerlässlich an

Durch neue Baugebiete und den daraus resultierenden Zuzug ist St. Wolfgang in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Einen öffentlichen Spielplatz für Kinder um zehn Jahre kann die Gemeinde im Ort derzeit aber nicht anbieten. Das soll sich jetzt ändern.

Von Hermann Weingartner

St. Wolfgang – Mit Beginn der Wohnbebauung im Bereich Hadersberg wurde vor Jahrzehnten an der Bajuwarenstraße einer der ersten großen Spielplätze in St. Wolfgang angelegt. Zwischenzeitlich sind die Kinder von damals aus dem Spielplatzalter heraus und die Gerätschaften auf dem großen Areal total kaputt und aus Sicherheitsgründen abmontiert worden. Jetzt ist dort nur noch grüne Wiese, lediglich eine Wellenrutsche aus Stahlblech ist noch nutzbar. Doch in St. Wolfgang gibt es inzwischen eine neue Generation an Kindern im Altern zwischen fünf und 14 Jahren, für die es keinen attraktiven Spielplatz im Ort gibt. Bürgermeister Ullrich Gaigl (FW) erläuterte im Gemeinderat, ein Spielplatz als Treffpunkt für die Kinder im Ortsbereich St. Wolfgang sei „unerlässlich“.

Seit 2014 wurde dazu nun schon eine Reaktivierung und attraktive Neugestaltung des Spielplatzes Bajuwarenstraße mehrfach diskutiert. Sogar eine Überplanung des Spielplatzes durch das Büro von Landschaftsarchitekt Max Bauer aus Wörth war vom Gemeinderat und dem Bauausschuss schon vor längerer Zeit beschlossen worden. Aus Kostengründen wurde die Realisierung des Projekts immer wieder hinausgeschoben. Gaigl und Verwaltungsleiter Christian Miksch haben das Vorhaben immer wieder angeschoben, das jetzt erneut „wieder einmal“ Thema im Gemeinderat war.

Es gab eine Grobplanung mit Kosten von ursprünglich rund 150 000 Euro. Die Ausstattung wurde in einer früheren Sitzung auf 50 000 Euro zusammengedampft. Damit komme man „nicht weit, des geht definitiv ned“, betonte Miksch. Für die Gestaltungsmaßnahmen in dem großen Areal und wenigstens einige attraktive Spielgeräte müsse man mit Kosten von rund 106 000 Euro rechnen. „Irgendeinen bespielbaren Spielplatz“ brauche man im Ortsbereich, betonte Miksch erneut. Spielplätze an Schule und Kindergärten seien nicht für eine öffentliche Nutzung gedacht. Die ursprüngliche Planung sei aus Kostengründen nochmals überarbeitet. Jetzt müsse eine endgültige Entscheidung getroffen werden, forderte der Verwaltungsleiter. Die vereinbarten Honorarkosten für Bauer müssten in jedem Fall gezahlt werden.

Einig war sich der Gemeinderat, das Projekt jetzt anzupacken und „zum Abschluss zu bringen“, wie Dieter Fischer (FW) sagte. Bei der „riesen Fläche“, so Josef Stierstorfer (FW), brauche es unbedingt einen Planer. Der Garten- und Landschaftsbauer sagte aus eigener Erfahrung, alleine schon fünf Spielgeräte würden heute rund 50 000 Euro kosten und die Sicherheitsauflagen dafür seien verschärft. Daher sei es auch aus versicherungstechnischen Gründen schwierig, wenn etwa Spielgeräte in Privataktionen von Eltern errichtet werden, warnte Miksch. Franz Finger (CSU) hatte angeregt, die Spielplatzausstattung alle paar Jahre mit Spielgeräte-Aktionen zu ergänzen, was „auch die Akzeptanz fördern“ würde.

Beschlossen wurden einen Planungsauftrag beschränkt öffentlich auszuschreiben. Miksch sagte, im Haushalt seien heuer 150 000 Euro für Spielplatzmaßnahmen eingestellt. Da bleibe dann wohl auch noch etwas Geld für Maßnahmen am Spielplatz in Armstorf übrig.

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