MVV Buslinie 567

Grünes Licht für neue Haltestelle

Das Aus für eine neue Haltestelle im Süden St. Wolfgangs auf der MMV Buslinie 567 hatte der Gemeinderat wegen zu hoher Kosten bereits beschlossen. Jetzt gab es eine unerwartete Wende.

St. Wolfgang – Bürgermeister Ullrich Gaigl (FW) hatte schon vor Monaten im St. Wolfganger Gemeinderat angeregt, der Bus auf der MVV Line 567 (Erding-Isen-St. Wolfgang-Dorfen und retour) könnte statt in Lappach/Sportplatz im Süden innerorts von St. Wolfgang halten. Damit könnten vor allem Anwohner im neuen Siedlungsbereich „Am Grünbach“ den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) statt des Autos zum Bahnhof Dorfen nutzen und so zum Klimaschutz beitragen.

Der 567er-Bus fährt wochentags mehrmals die Strecke – ab 5.58 Uhr bis 19.36 Uhr – von St. Wolfgang über Klein- und Großschwindau sowie Armstorf zum Bahnhof und zum Marienplatz Dorfen. Auf der entgegengesetzten Route startet der Bus mehrmals von Dorfen Bahnhof bis 18 Uhr über die besagten Haltestellen nach St. Wolfgang und weiter bis Erding.

Die Überlegung des Bürgermeisters war, dass bei einer neuen Haltestelle an der B 15 bei der Agip-Tankstelle für St. Wolfganger Zugpendler dieser Bus besonders interessant sei, auf ÖPNV umzusteigen. Mehrfach war das Thema im Gemeinderat diskutiert worden. Für die neue Haltestelle müsste der Bus aber eine andere, etwas längere Route nehmen. Er sollte dann auch nicht mehr in der Hofmark beim „Schex“ halten und starten, sondern an der neuen Haltestelle in der Nähe der südlichen Wohnbaugebiete.

Vom Landratsamt gab es dazu zuletzt die Auskunft, dass für die rund ein Kilometer längere Fahrstrecke jährliche Mehrkosten von etwa 7000 Euro entstünden. Die Kosten müsste die Gemeinde als Antragsteller der Änderung tragen. Laut einer Bürgerabfrage gebe es 14 Interessenten aus dem Siedlungsbereich, die bei einer neuen Haltestelle den Bus nützen würden, berichtete Bürgermeister Gaigl. Die Kosten stünden aber nicht in Relation zum Nutzen, war die Mehrheitsmeinung in der Juli-Sitzung, und eine Defizitübernahme wurde mit 6:8 Stimmen abgelehnt.

Jetzt berichtete Gaigl von einer überraschenden Wendung. Das Landratsamt habe kürzlich nach einer Besprechung mit dem MVV das Defizit bei einer Routen-Änderung auf nur noch rund 2700 Euro beziffert. Mit dem deutlich kleineren Defizitausgleich konnte sich der Gemeinderat abfinden.

Josef Müller (WG Armstorf) wollte wissen, ob man denn „auch wieder zurück könnte, wenn die Änderung nichts bringt“. Weder Bürgermeister noch Verwaltungsleiter Christian Miksch konnten dies verbindlich beantworten. Für die Routen würden bestimmte Laufzeiten mit den Busunternehmen abgeschlossen und so lange müsste man wohl auch das Defizit ausgleichen, war die Meinung. Rupert Numberger (Entwicklung Gemeinsam) war aber überzeugt: „Der Bus wird sicher genützt“.

Beschlossen wurde einstimmig, dass die Gemeinde bei einer Routen-Änderung und Schaffung einer neuen Haltestelle eine Kostenübernahme bis 2700 Euro tragen werde.

Hermann Weingartner

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