Gemeinderat St. Wolfgang

Grundschule bekommt einen Bufdi

Die Gemeinde St. Wolfgang wird für die Grundschule eine Stelle für einen Bundesfreiwilligendienstleistenden schaffen. Der Antrag des örtlichen TSV, dies für den Sportverein zu machen, wurde abgelehnt.

St. Wolfgang – Die Gemeinde St. Wolfgang und der TSV St. Wolfgang hatten vor einigen Jahren eine Einsatzstelle im Rahmen des Bundesfreiwilligengesetzes (BuFDiG). Der Bundesfreiwilligendienstleistende (BuFDi) sei teils in der örtlichen Grundschule und beim TSV als Trainer eingesetzt gewesen, berichtete Verwaltungsleiter Christian Miksch im Gemeinderat. Jetzt liege erneut eine Anfrage des Sportvereins vor, ob wieder eine entsprechende Stelle geschaffen werden könne. Einen Interessenten gebe es beim TSV und einen bei der Gemeinde für die Grundschule.

Miksch erinnerte, der Gemeinderat habe von der Schaffung der BuFDi-Einsatzstelle bei der Gemeinde (Schule) und TSV (Fußballtrainer) noch unter Altbürgermeister Jakob Schwimmer „nix gewusst“, was Magdalena Wandinger-Strauß bestätigte. Die Kosten habe damals die Kommune zu 100 Prozent bezahlt. Aus deren Sicht hätte der Einsatz besser ausgefüllt werden können. Bei einer erneuten Besetzung einer BuFDi-Stelle gehe dieses Ausleih-Verfahren „nicht mehr“, sagte der Verwaltungschef.

Nur kurz wurde diskutiert, ob man für den TSV wieder eine Stelle schaffen sollte. Einhellig war man der Auffassung, der TSV müsse sich selber darum kümmern. Sollte der Sportverein eine Kostenübernahme durch die Kommune beantragen, müsse der TSV dazu der Gemeinde ein Einsatzkonzept vorlegen, hatte Georg Hofmeister (WG Armstorf) vorgeschlagen. Der Gemeinderat könne dann über die Höhe entscheiden. Das wurde so beschlossen.

Bürgermeister Ullrich Gaigl (FW) sagte, er sei von einer BuFDi-Stelle für die Grundschule als „zusätzlich Kraft“ nicht abgeneigt. Wenn dort jemand gebraucht werde „mach ma des“, schlug Anton Daumoser (WG Gatterberg - Schönbrunn) vor. Der örtliche Grundschulrektor Franz Finger (CSU) meinte, die Einsatzstelle wäre an der Schule „ausgefüllt“. Wandinger-Strauß forderte, wenn eine BuFDi-Stelle geschaffen werde, müssten alle Gemeindebürger die gleiche Chance haben, sich dafür zu bewerben. Die Stelle soll daher im Gemeindeblatt ausgeschrieben werden. Sehr bedenklich hielt die FW-Gemeinderätin, wenn beim TSV ein BuFDi als Trainer gegen Bezahlung arbeite, die anderen aber ehrenamtlich als Übungsleiter engagiert seien. Beschlossen wurde nur für die Schule eine BuFDi-Stelle zu schaffen, die im Amtsblatt ausgeschrieben wird.

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) ist grundsätzlich vergleichbar einer Vollzeitbeschäftigung an der jeweiligen Einsatzstelle mit bis zu 35 Stunden monatlich. Der Dienst ist ein freiwilliges Engagement und unentgeltlich. Es wird aber in der Regel ein Taschengeld bezahlt, deren Höhe (aktuell bis maximal 381 Euro monatlich) die Einsatzstelle festlegen kann und bezahlt. Sozialversicherungsbeiträge werden ebenfalls von der Einsatzstelle gezahlt. Der BFD wird vom Bund mit einem Zuschuss pro Platz gefördert. Der Dienst dauert mindestens sechs und höchstens 18 Monate. Bewerben können sich für den BFD alle Bürgerinnen und Bürger jeden Alters, die ihre Pflichtschulzeit absolviert haben.

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