Die Gründungsmitglieder der Nachbarschaftshilfe (v. l.): Franz Haunolder, Caritas-Kreisgeschäftsführerin Barbara Gaab, Roswitha Strasser, Hanni Berger, Marion Rosner, Brigitte Göschl, Joseph Reute, Klaus Steinle, Petra Arnold, Georgine Steinle, Monika Volker, Josef Göschl, Jeanette Wimmer, Anna-Maria Schmalzl, Christina Fleidl, Gemeindereferentin Sandra Pongratz, Evi Weilnhammer und St. Wolfgangs Bürgermeister Ullrich Gaigl.
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Die Gründungsmitglieder der Nachbarschaftshilfe (v. l.): Franz Haunolder, Caritas-Kreisgeschäftsführerin Barbara Gaab, Roswitha Strasser, Hanni Berger, Marion Rosner, Brigitte Göschl, Joseph Reute, Klaus Steinle, Petra Arnold, Georgine Steinle, Monika Volker, Josef Göschl, Jeanette Wimmer, Anna-Maria Schmalzl, Christina Fleidl, Gemeindereferentin Sandra Pongratz, Evi Weilnhammer und St. Wolfgangs Bürgermeister Ullrich Gaigl.

Erfolgreiche Neugründung

Nachbarschaftshilfe auch in St. Wolfgang

Was lange währt, wird endlich gut.

Armstorf – Trotz staatlicher Hilfsangebote gibt’s viele Gründe und Situationen, warum Menschen schnell und unbürokratisch Hilfe von anderen Menschen brauchen können. „Hilfe um der Hilfe Willen!“ ist daher auch das Motto der nun offiziell gegründeten „Nachbarschaftshilfe Sankt Wolfgang e. V.“ (NBH).

Wegen der Corona-Auflagen musste die Gründung des Sozialvereins mehrfach verschoben werden. Jetzt haben knapp 50 Besucher in der Gründungsversammlung auf der Terrasse des Gasthauses Hagl in Armstorf die NBH ins Leben gerufen – mit Christine Fleidl als Gründungsvorsitzende. Unter der Versammlungsleitung von Caritas-Kreisgeschäftsführerin Barbara Gaab war die Vereinsgründung unkompliziert vonstatten gegangen. Eine NBH war nur möglich, weil das Sozialprojekt als gemeinnütziger Nachbarschaftshilfe-Verein unter dem Dach des Caritas-Dachverbands steht. Schon Ende April sei alles fertig gewesen, berichteten St. Wolfgangs Gemeinderat und Seniorenbeauftragter Josef Göschl sowie die frühere Gemeinderätin und Seniorenbeauftragte Fleidl. „I find’s total toll, dass so viele Leute da sind“, gab sich Gaab begeistert. Die neue NBH sei eine „große Bereicherung für die Menschen, den Ort, die Gemeinde und den Landkreis“. Die Caritas sei um jede NBH-Neugründung froh.

Gaab erläuterte der Versammlung die neue Satzung der NBH. Änderungswünsche gab’s keine, der Satzungsbeschluss war einstimmig. Der Verein strebe per Kooperationsvertrag an, eine „assoziierte Organisation“ des Caritasverbands der Erzdiözese München und Freising e. V. im Sinne des Sozialverbands zu werden. Zweck der NBH St. Wolfgang ist es, nachbarschaftliche Hilfe für hilfsbedürftige Personen in St. Wolfgang und Umgebung zu organisieren, insbesondere durch Fahrdienste, Familienhilfe und sonstige Unterstützung. Man widme sich der Aufgabe „sozialer und caritativer Hilfe der Lebens- und Wesensäußerung der Kirche“.

Angestrebt werde eine Mitarbeiterschaft aus vorwiegend neben- und ehrenamtlichen Kräften. Die NBH ist selbstlos tätig und verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke. Kranken- oder Altenpflege wird nicht angeboten. Die NBH sei „offen für alle Hilfesuchenden“, einen Rechtsanspruch auf Vereinsleistungen gebe es aber nicht. Der jährliche Mitgliedsbeitrag wurde auf 20 Euro festgesetzt. Je Einsatzstunde werden acht Euro Aufwandsentschädigung fällig und teilweise 40 Cent je Kilometer bei Autonutzung. Angeboten werden Haus- und Gartenhilfe, Besuchs- und Fahrdienste sowie Hilfe bei vorübergehender Krankheit. Die Helfer seien aber keine „Vollzeit-Putzhilfen“ wurde klargestellt.

Etwas Geld in der Kasse hat die NBH auch schon durch Spenden, berichtete Göschl. „Eine tolle Überraschung“ sei die Spende an die NBH einer „ganz lieben Frau aus Armstorf“ gewesen: Annemarie Hopf (Deko- und Geschenkartikel „Zuckerlieb“) spendete die gesamten Einnahmen aus dem Verkauf ihrer selbst genähten Corona-Mund-Nasenschutzmasken in Höhe von 2200 Euro. Dafür gab’s ein großes Dankschön und Beifall. Die Raiffeisenbank St. Wolfgang-Schwindkirchen spendete 300 Euro zum Vereinsstart.

Als engagierter Unterstützer und Wahlleiter war Bürgermeister Ullrich Gaigl gekommen. Er habe von Anfang an das Vorhaben unterstützt und ein offenes Ohr dafür gehabt, wurde mehrfach aus der Versammlung betont. Bedarf für eine mildtätige Hilfseinrichtung gebe es auch in der Gemeinde St. Wolfgang, deshalb „gfreit’s mi, dass so viele Leute gekommen sind“, sagte Gaigl. Die NBH sei „eine gute und schöne Sache“. Und das rege Interesse bei der Versammlung zeige, dass Leute mitmachen wollen. Auch für den Vorstand standen Kandidaten bereit. Es sei nicht unbedingt selbstverständlich, dass Leute bereit seien, sich einzusetzen für andere und für soziale und christliche Werte einzustehen. Gaigl sicherte von Gemeindeseite zu, den Verein zu unterstützen.

Die Wahl des Vorstands hatte Gaigl per Handzeichen schnell erledigt: 1. Vorsitzende ist Christine Fleidl, ihr Stellvertreter Josef Göschl, Kassierer ist Franz Haunolder, Schriftführerin Roswitha Strasser, Kassenprüferinnen sind Evi Weilhammer und Petra Arnold. „Geborene“ Mitglieder: St. Wolfgangs Bürgermeister, Pfarrer der Kirchengemeinde und der Kreisgeschäftsführer des Caritas Zentrums Erding.

Alle Einsätze der Nachbarschaftshilfe St. Wolfgang koordinieren Brigitte und Josef Göschl. Sie instruieren auch den Helferkreis: Georgine und Klaus Steinle, Monika Volker, Marion Rosner, Maria Rachl, Joseph Reuter, Anna-Maria Schmalzl, Jeanette Wimmer, Hanni Berger, Susanne Müller und Helga Thorbeck. Spontan hatten sich auch noch Evi Weilhammer, Susanne Huber und Annemarie Hopf gemeldet.

Kontakt

Alle Informationen gibt es bei den Einsatzleitern Brigitte und Josef Göschl unter Tel. (08081) 2884 oder (0151) 17800939 sowie E-Mail nbh-stw@web.de.

Hermann Weingartner

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