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Der Stolz des Musikvereins: die Jugendkapelle, dirigiert von Markus Eberl.

Musikverein St. Wolfgang

„Kapelle graust nicht mal vor E-Dur“

Mächtig stolz auf seine Jugend ist der Musikverein St. Wolfgang. Speziell bei der Blechblaskapelle, die beim Einspielen selbst vor E-Dur nicht zurückschreckt, ziehen sich die Wolfganger ihren Nachwuchs selbst heran.

Von Hermann Weingartner

St. Wolfgang Das vergangene Jahr „war etwas ruhiger“, berichtete Schriftführer Thomas Bürger in der gut besuchten Jahreshauptversammlung des Musikvereins St. Wolfgang im „Schex“-Saal, obwohl es trotzdem über 60 Auftritte gab. Besonders stolz sei man auf die große und sehr engagierte Jugendkapelle, die gleich zur Einstimmung ihr Können eindrucksvoll hören ließ.

Der Verein hat 396 Mitglieder, davon sind 74 aktiv, 38 in der Haupt- und 36 in der Jugendkapelle. Die Blechblaskapelle, das Blechbläserquartett, der Standl-Pass und die Jugendkapelle haben wieder zahlreiche Auftritte in und außerhalb der Gemeinde absolviert. Höhepunkt war das traditionelle Herbstkonzert in der Goldachhalle.

Ein tolle Sache war die Friesland-Freizeit des Musikernachwuchses in der Brass Akademie der Brass-Band-Freunde Zetel. An Pfingsten waren die Jugendlichen dazu mit dem Leiter der Jugendkapelle, Markus Eberl, und Dirigent Claus-Peter Wittmann zu einer Ausbildungswoche bis in den südwestlichen Teil des Landkreises Friesland gereist. Die Friesland-Woche sei eine teure, aber lehrreiche Erfahrung fürs Leben gewesen, schwärmte Dirigent Wittmann. Rund 12 000 Euro kostete die Ausbildungsfahrt insgesamt, die vom Verein sowie durch Elternbeiträge und Zuschüsse finanziert wurde. Die Aktion habe die jungen Musiker vorangebracht, sagte Wittmann begeistert. „Das war eine große Investition in die Zukunft.“ Es wurde den ganzen Tag geübt und es gab Gelegenheit, mal mit anderen Jugendlichen aus ganz Deutschland zusammen zu spielen. Es gab auch ein großes Konzert. Die Friesland-Freizeit „hat allen richtig Spaß gemacht“ und das war „etwas, was fürs Leben bleibt bei den Jungen“.

Der zweite Dirigent, Rupert Schäfer, lobte die Vereinsführung. Das ganze Umfeld sei „bestens organisiert“. Und er sprach von einer „sagenhaften Jugendarbeit“ beim Musikverein. Das erleichtere ihm die Arbeit, wenn bestens ausgebildete junge Musiker in die Hauptkapelle kommen. Die langjährige, qualifizierte Jugendarbeit im Verein habe sich längst ausgezahlt, durch „eine in sich gefestigte, solide Blechblaskapelle“. Es ziehen alle mit, und „der Kapelle graust vor gar nix, nicht mal vor E-Dur beim Einspielen“, verriet Schäfer, eine für Bläser extrem schwierige Tonart.

Eberl berichtete von zwölf Auftritten seiner Jugendkapelle. Die sei „eine super Gruppe“. Insgesamt seien 36 Kinder und Jugendliche in Ausbildung. 19 machen heuer das Leistungsabzeichen in Bronze. Sie werden dann langsam in die Hauptkapelle integriert.

Der Vorsitzende Alois Empl lobte die gute Arbeit und das Miteinander im Verein. Er bedankte sich ganz herzlich bei den Aktiven und Funktionsträgern für ihren Einsatz und bei den Sponsoren. Auch die Gemeinde fördere die Musikerziehung beim Musikverein. Im Ausblick kündigte Empl die traditionellen Auftritte an. Und es wird wieder einen Serenadenabend beim Schex geben.

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