Erdogan rüffelt Gabriel: "Beachten Sie Ihre Grenzen!"

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Der Spatenstich für die St. Wolfganger Kläranlagen-Ertüchtigung wurde von (v. l.): Bürgermeister Ullrich Gaigl, Bautechnikerin Claudia Kieniger (Neulinger Bau), Projektingenieur Heribert Blüml (Co-Plan) und Geschäftsführer Alvaro Carozzi (Steinle) gesetzt.

Spatenstich

Kläranlage wird größer und moderner

Die jahrelange Suche nach einem Konzept für die dringend notwendige Ertüchtigung der Kläranlage der Gemeinde St. Wolfgang ist vorbei.

Von Hermann Weingartner

St. Wolfgang – „Endlich geht’s los“, freute sich Bürgermeister Ullrich Gaigl am Mittwoch beim Spatenstich für das rund 1,8 Millionen teure Kläranlagenprojekt.

Das Wachstum der Gemeinde machte eine Steigerung der Reinigungsleistung notwendig. Schon unter Altbürgermeister Jakob Schwimmer wurden Varianten geprüft, von einer Belüftung des bestehenden Kombibeckens bis zur Tropfkörpertechnik, erinnerte Gaigl. Der Gemeinderat hat sich dann „für die klassische Methode Belebungs- und Nachklärbecken entschieden“. Mit der neuen Anlage werde man hoffentlich auch weniger Klärschlamm haben, dessen Entsorgung immer teurer werde, hofft Gaigl. Und die neue Anlage werde höhere Auflagen erfüllen bei der Einleitung des geklärten Abwassers in den Vorfluter (Goldach). Das bedeute auch „eine Verbesserung beim Umweltschutz“.

Vom Planungsbüro Steinle erklärte Geschäftsführer Alvaro Carozzi das Projekt, das im Frühjahr 2018 fertig sein soll. Derzeit könne die Anlage durch das „hervorragende Klärwerkspersonal“ noch am Limit gehalten werden. Mit der Ertüchtigung und Erweiterung steige die Leistung von 3800 auf 6000 Einwohnergleichwerte, sagte Carozzi. Das Abwasser werde klassisch in einem Belebungs- und Nachklärbecken gereinigt. Das neue Nachklärbecken wird 24 Meter lang, 13 Meter breit und vier Meter tief. Ist es fertig, wird das bestehende Kombibecken umgebaut und dabei das innere Becken zur zweiten Belüftung genützt.

Diese „Kaskadenbiologie züchtet viel besseren Schlamm“, erklärte Carozzi. Der Effekt sei letztlich weniger Kosten für den zu entsorgenden Überschussschlamm. Und für eine vierte Reinigungsstufe wäre auch noch Platz da.

Mit höheren Abwassergebühren müssten die Bürger vorerst nicht rechnen, sagte Verwaltungsleiter Christian Miksch der Heimatzeitung. Dennoch sei in den nächsten Jahren mit „sehr moderaten Steigerungen“ zu rechnen. prä

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