Die neue Abfüllanlage erleichtert die Arbeit: Barbara Eberl (l.) und Jeannette Wimmer (r.). beim Saftpressen.
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Die neue Abfüllanlage erleichtert die Arbeit: Barbara Eberl (l.) und Jeannette Wimmer (r.). beim Saftpressen.

Wegen Corona muss der Obst- und Gartenbauverein seine Traditionsveranstaltung abspecken. Das Obstpressen läuft aber gut an.

Kleiner Obst- und Gemüsemarkt statt großer Gartlertag in St. Wolfgang

  • vonCIF.H. Weingartner
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St. Wolfgang – Wegen der Corona-Pandemie muss heuer der große Gartlertag des Gartenbauvereins St. Wolfgang ausfallen. Die beliebte Veranstaltung mit jährlich bis zu 2000 Besuchern sei wegen der Auflagen heuer nicht zu organisieren und zu verantworten, berichtet Vorsitzender Rudi Brand im Gespräch mit der Heimatzeitung. Am traditionellen Veranstaltungstag, 3. Oktober, wird es daher am Vereinsheim in Gumpenstätt nur einen Obst- und Gemüsemarkt im kleineren Rahmen geben.

Das Veranstaltungs-Highlight in der Gemeinde werde heuer eine Art „grüner Markt“ sein, beschreiben Brand und 2. Vorsitzender Johannes Ober. Bei dem Obst- und Gemüsemarkt wird es keine Bewirtung und Verpflegung der Besucher geben. Zwischen 10 und 16 Uhr können die Gäste an zehn Ständen am und um das Vereinsheim Äpfel und Birnen, gepresste Säfte, Fruchtaufstriche, Käse, Honig und Most sowie Gemüse und Kartoffeln der Jugendgruppe aus eigenem Anbau kaufen. An einigen Ständen werden gartennahe Produkte angeboten.

Weiter gibt’s bereits abgepacktes Sauerkraut, Tipps zu Heil- und Wildkräutern und den Pflanzentausch. Es wurden umfangreiche Hygienemaßnahmen mit genauen Verhaltensregeln erarbeitet. Es sollten ohnehin nur Leute kommen, die sich gesund fühlen und keinen Kontakt zu Corona-Erkrankten hatten. Mund- und Nasenschutz muss getragen werden.

Das Obstpresse im Vereinsheim laufe trotz Corona „wie gewohnt gut“, freut sich der Vorsitzende. Die Ernte sei heuer zufriedenstellend. Auch hier gelte für Anlieferer und Pressteam überall Maskenpflicht.

Für rund 23 000 Euro wurde eine automatische Saftabfüllanlage angeschafft, berichtet Brand, vor allem zur Arbeitserleichterung für das Pressteam. Nach dem Obstpressen wird der Saft durch einen Erhitzer gepumpt und dann in Fünf- oder Zehn-Liter-Behälter abgefüllt. Das funktioniert nun automatisch. „In nur sechs Sekunden wird jetzt ein Zehn-Liter-Saftbeutel befüllt.“ Trauben werden heuer nicht gepresst und Quitten nur ohne anschließendes Erhitzen.

Corona habe die Jugendarbeit doch sehr erschwert, berichtet Jugendleiterin Andrea Hammer. Dennoch sei man kreativ gewesen, um den 30 bis 40 Gartler-Kindern etwas zu bieten. Im „Homeworking“, zum Beispiel mit Pflanzkisten für Gemüse, konnte der Nachwuchs zuhause garteln. Schade sei gewesen, dass man draußen im Vereinsgarten lange nichts machen konnte. Nun hoffe man auf Lockerungen, sagte Hammer, damit die Kinder wieder mit Händen und Sinnen Natur erfahren können.

Für eine Spende von 500 Euro von der Raiffeisenbank St. Wolfgang-Schwindkirchen sagte Brand ein großes Dankeschön. Die Unterstützung tue sehr gut, denn der Verein habe bislang alleine für Corona-Hygiene-Maßnahmen über 1000 Euro ausgeben müssen. Gleichzeitig fallen Einnahmen vom großen Gartlertag aus.

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