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Wiedergewählt: Ullrich Gaigl (FW Einigkeit) ist seit 2014 Bürgermeister, engagiert sich als Kreisrat und als FW-Kreisvorsitzender. Der 49-Jährige ist verheiratet und hat zwei Kinder
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Eva-Maria Rottenwallner (neu)CSU, Krankenschwester, 40 Jahre
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Franz FingerCSU, Grundschulrektor in Pension, 63 Jahre
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Anton Schneider jun. (neu)CSU, Agrarbetriebswirt, 32 Jahre
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Günter Kellner (neu)WG Armstorf, Servicetechniker, 53 Jahre
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Josef StierstorferFW Einigkeit, Gärtnereimeister und Geschäftsführer, 56 Jahre
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Stefan Müller (neu)WG Armstorf, Umweltschutztechniker, 53 Jahre
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Dieter FischerFW Einigkeit, Maurermeister, 56 Jahre

Kommunalwahl 2020

Gemeinderat St. Wolfgang: WGA als Vermittler zwischen den Blöcken

Die Mehrheitsverhältnisse im neuen Gemeinderat haben sich nicht verändert. Wer hat den Sprung ins Gremium geschafft? Klicken Sie sich durch unsere Fotostrecke.

St. Wolfgang – Die Mehrheitsverhältnisse im neuen Gemeinderat St. Wolfgang haben sich nicht verändert. Das Gremium mit 16 Sitzen wird aber etwas jünger und mit nun drei statt zwei Frauen ein Stückchen weiblicher. Stimmeinbußen verzeichneten nur die beiden Gruppierungen, die ihre Kandidatenlisten (maximal 16) nicht voll besetzt hatten: die Freien Wähler um den wiedergewählten Bürgermeister Ullrich Gaigl sowie die Landliste „Einigkeit gemeinsam“.

Die Freien Wähler haben weiter vier Sitze. „I bin zufrieden, des basst“, bewertet das Gaigl. Als einziger Bürgermeisterkandidat habe er aus Fairnessgründen darauf verzichtet, auf seiner Liste zu kandidieren. Das hätte wohl mehr Stimmen und vielleicht einen weiteren Sitz gebracht. Er betonte die „Gemeinsamkeit“, die es im Gremium wieder mehr geben soll.

346 Wähler schlugen einen anderen Bürgermeister vor

Bei der Wahl zum Bürgermeister hatten 346 der 3611 Wahlberichtigten die Möglichkeit genutzt, neben dem einzigen offiziellen Kandidaten Gaigl auch einen anderen Namen zu nennen. Immerhin 346 von insgesamt 2306 Stimmen (15 Prozent) fielen dann auf „andere“, wie Wahlleiter Christian Miksch erklärte. Aus datenschutzrechtlichen Gründen dürften diese Namen nicht veröffentlicht werden. Es sei beim Auszählen oft „keine leichte Aufgabe gewesen, die Namen zu entziffern“, sagte Miksch. Alle rund 70 gewählten Personen hatten jeweils nur ein paar Stimmen.

Bei der FW-Einigkeit schafften die Gemeinderäte Magdalena Wandinger-Strauß, Dieter Fischer und Josef Stierstorfer den Wiedereinzug. Neu dabei ist Florian Axenböck. Auf einen Platz gleich neben seinem Vater Werner Axenböck (CSU) wird er vermutlich verzichten. Gemeinderat Dr. Michael Schrägle war nicht mehr angetreten.

1000 Stimmen mehr für die WG Armstorf

Mit einem satten Plus von 1000 Stimmen gegenüber 2014 hat die Wählergemeinschaft Armstorf (WGA) deutlich zugelegt. Als einzige Gruppe im Gemeinderat hat sie nun einen Sitz mehr, nämlich vier. Stefan Müller holte die meisten Stimmen (982) für die WGA. Er sitzt erstmals im Gemeinderat. „Ziel erreicht, das war der Plan. Wir haben ein Wahnsinnsergebnis eingefahren. Darauf sind wir ganz stolz“, erklärt er auf Nachfrage. Künftig werde der größte Ortsteil der Gemeinde „deutlicher wahrgenommen“ werden. Vorstellbar sei, dass die WGA als Vermittler zwischen den Blöcken für ein besseres Miteinander agiere.

Weiter neu sind Beatrix Contardo und Günter Kellner. Seniorenreferent Josef Göschl schaffte die Wiederwahl. Josef Müller und Georg Hofmeister waren nicht mehr angetreten.

CSU erhält mehr Stimmen, aber nicht mehr Sitze

Die CSU-Wählergemeinschaft St. Wolfgang hat ihre fünf Sitze verteidigt, verfehlte aber das Ziel, ein Mandat mehr zu erreichen – „obwohl wir um 250 Stimmen zugelegt haben“, bedauerte Ortsvorsitzender und Noch-Gemeinderat Georg Hofmeister. Man habe ein „gutes Programm präsentiert“, habe aber die „Schwergewichte“ im Gemeinderat verloren, Christine Fleidl und Anton Schneider sen., die nicht mehr angetreten waren.

Immerhin sitzt für letzteren künftig sein Sohn Anton Schneider jun. im Gemeinderat, zusammen mit den aktuellen Räten Franz Finger, Werner Axenböck und Franz Seidl. Weiter neu dazu gekommen ist Eva-Maria Rottenwaller, die Tochter von Vizelandrat und Altbürgermeister Jakob Schwimmer.

Anton Daumoser schafft es nicht in den Gemeinderat

Überraschend hat es bei der Wählergruppe Gatterberg/Freie Wählergemeinschaft Schönbrunn Anton Daumoser (Listenplatz 4) nicht mehr in den Rat geschafft. Die Landliste hatte einen engagierten Wahlkampf geführt. Künftig sitzt erstmals Franz Göschl mit Vize-Bürgermeister Konrad Bernhard im Gremium.

Erwartbar war, dass „Entwicklung Gemeinsam“ keine zwei Mandate mehr erringen wird. Tatsächlich verlor die von Rupert Numberger gegründete Gruppierung einen ihrer beiden Sitze. Der Mühlberger war überraschend während der Amtsperiode verstorben. Nur noch Markus Eberl ist künftig vertreten.

Hermann Weingartner

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