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Erfinderisches Ehepaar: „Der MediBech gehört in jeden Medikamentenschrank“, sagen Manuela und Claus Heller aus St. Wolfgang.

Kreative Köpfe

St. Wolfganger Erfinder im Fernsehen: Hellers MediBech in „Das Ding des Jahres“ 

Tüftler erfinden Dinge, die uns das Leben erleichtern. Anstoß sind oft Erlebnisse oder Notsituationen. Manuela und Claus Heller aus St. Wolfgang gehören mit ihrer Idee zu diesen kreativen Köpfen. 

St. Wolfgang– Das Ehepaar stellt am morgigen Mittwoch, 19. Februar, in der Sendung „Das Ding des Jahres“ auf Pro Sieben zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr seinen MediBech vor – eine Hilfe zum Einnehmen von Tabletten.

Mit Daniel Düsentrieb hat Claus Heller nicht viel gemein. Der 53-jährige Erfinder aus St. Wolfgang wirkt sportlich und pragmatisch. Auch trieben ihn nicht Hirngespinste an, sondern die Krankheit seiner Mutter: „Meine Mutter hatte Parkinson und konnte ihre Tabletten nicht mehr einnehmen“, erzählt Heller. Lange dachte er nach, wie er die Situation für seine Mutter erleichtern könnte. Er nahm eine Schnabeltasse, baute einen Dispenser (Dosierspender) ein – ein relativ simples Konstrukt.

Der „MediBech“ sei nicht nur für alte, kranke Menschen geeignet, sondern auch für Mädchen und Buben, erklärt Manuela Heller: „Kinder nehmen nicht gerne Tabletten ein. In der präparierten Schnabeltasse sehen die Kleinen das Medikament nicht, trinken – und schon haben sie die Tablette geschluckt.“ Der Kinder-Becher könne durchaus noch mit Comicfiguren oder bunter Farbe aufgepeppt werden, sagt Manuela Heller. „Doch das ist alles eine Kostenfrage.“

Das Modell ist auf den ersten Blick einfach, doch zwischen der Erfindung und dem fertigen Produkt lag ein langer Weg: „Die Entwicklung begann 2014 mit dem ersten 3D-Druck, ging über den Prototyp und endete 2018 mit dem Patent“, erzählt Claus Heller. Seine Frau ergänzt: „Man kann sich gar nicht vorstellen, welche Vorschriften wir einhalten mussten.“ Die gelernte Industriekauffrau zählt die Hürden auf: „Pharmazentralnummer, EAN-Nummer für den Online-Verkauf – bis hin zur Verpackung.“ Den Hellers ist es wichtig, ihren MediBech in der Region zu produzieren: „Wir kommen von hier. Billig-Produkte aus China kommen nicht in Frage“, betont der Tüftler, der ansonsten PV-Anlagen aufbaut.

Doch was nützt eine Erfindung, wenn niemand sie kennt? „In Apotheken können wir den MediBech nicht anbieten, und bis zu den Entscheidungsträgern in den Marketingabteilungen der Drogerie-Ketten gelangte unsere Idee nicht. Wir bekamen lauter Absagen.“ Da war guter Rat teuer. Als die Hellers erstmals im Fernsehen „Das Ding des Jahres“ auf Pro Sieben sahen, war ihnen klar: „Bei der Sendung bewerben wir uns.“

In jeder Show präsentieren zehn Erfinder in fünf Duellen ihre „Dinge“. Ein Experten-Team – unter ihnen die bekannten Moderatoren Lena Gercke und Joko Winterscheidt – nimmt die Erfindungen unter die Lupe und gibt ein Urteil ab, bevor das Studiopublikum abstimmt. „Das Ding des Jahres“ gewinnt am Ende der Staffel 100 000 Euro.

„Ich war so nervös, als wir unsere Erfindung präsentierten“, erinnert sich Manuela Heller an die Aufzeichnung der Sendung. Eine Probe habe es vorab gegeben, schon kamen die Zuschauer ins Studio. Claus Heller ist immer noch von Joko Winterscheidt begeistert: „Der kam zu uns in die Garderobe, war supernett und hat uns beruhigt.“

Der TV-Auftritt war jedenfalls nicht mit den Faschingsveranstaltungen in St. Wolfgang zu vergleichen: „Daheim stand ich beim Bunten Abend auch schon auf der Bühne, aber ein Fernsehauftritt ist eine ganz andere Dimension“, sagt Claus Heller. Trotz Lampenfieber gelang dem Ehepaar die Präsentation ihres MediBech recht souverän.

Ob es fürs Finale reicht? Das ist am morgigen Mittwoch ab 20.15 Uhr auf Pro Sieben zu sehen. Hellers Mutter, für die das Hilfsmittel zur Einnahme von Tabletten ursprünglich gedacht war, kann die Sendung nicht mehr verfolgen: „Sie ist leider schon verstorben“, bedauert Sohn Claus.

Internet: www.medi-bech.de

Michaele Heske

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