Unterschriftenaktion in Armstorf 

Messgeräte gegen Raser

Die Unterschriftensammlung einiger Armstorfer Bürger war erfolgreich. Der Ortsteil bekommt zwei Geschwindigkeitsmessgeräte, um Raser auszubremsen.

St. WolfgangDie Anwohner der Mayerhofer Straße in Armstorf sind stocksauer, weil dort die Fahrzeuge durchrauschen. Das berichtete Josef Göschl (WG Armstorf) am Dienstag im St. Wolfganger Gemeinderat. Die Bürger haben knapp 50 Unterschriften gesammelt, um der Anschaffung von fest installierten Geschwindigkeitsmessgeräten Nachdruck zu verleihen.

Über die Beschaffung solcher Messgeräte für stark befahrene Straßen in Armstorf und an den Ortseingängen der Hauptorte war bereits im Januar kontrovers diskutiert worden (wir berichteten). Damals wurde beschlossen, keine festen Geschwindigkeitsmessgeräte anzuschaffen, sondern nur ein zweites, mobiles Gerät. Das ist den Armstorfer Bürgern zu wenig. Sie halten auch von Hinweisschildern nicht viel, sondern sind von der erzieherischen Wirkung eines festen Geschwindigkeitsmessgerätes überzeugt. „Das bringt wirklich was“, sagte Göschl und forderte statt mobiler Anlagen für die Mayerhofer Straße zwei fest installierte Geräte.

Mobil oder fest? Darüber kam erneut eine rege Diskussion quer durch den Gemeinderat in Gang. Die einen, wie Magdalena Wandinger-Strauß (FW), plädierten für zwei mobile Geräte, weil man die im ganzen Gemeindebereich je nach Bedarf einsetzen könne. Sie habe aber auch nichts gegen feste Anlagen, wenn dafür gestimmt werde. Andere Räte wollten feste Anlagen oder eben einen Mix aus beiden.

Für Göschl war die Sache klar: Es müssen zwei feste Messgeräte her in der Mayerhofer Straße. Die sei gefährlich und fast permanent stark befahren durch die Siedlungsbewohner, durch Durchgangs-, Gewerbe- und Lieferverkehr, aber auch durch landwirtschaftliche Fahrzeuge. Dort halte auch der Schulbus, so Göschl. Außerdem habe er in mehreren Rathäusern nachgefragt. Die Bürgermeister in Taufkirchen, Haag, Isen und Hohenlinden hatten überall die gleiche Antwort. Dauerhafte Geschwindigkeitsmesser brächten eine deutliche Wirkung: „Es wird langsamer gefahren.“

Unterstützung gab’s für Göschl von Georg Hofmeister und Josef Müller (WG Armstorf). Letzterer meinte, den Anwohnern der Mayerhofer Straße sei es sehr wichtig, dauerhafte Messgeräte zu bekommen. Ein mobiles Geräte der Gemeinde, das dort sei einiger Zeit aufgestellt ist, habe sich bewährt. Die Anzeige der Geschwindigkeit „bringt ganz vui“.

Wandinger-Strauß, und andere Gemeinderäte, waren dennoch nicht ganz überzeugt von der Wirkung. Sie befürchteten, dass man noch eine ganze Reihe weiterer Geräte kaufen müsse. „Am wirkungsvollsten ist der Geldbeutel“, meinte die FW-Rätin, also wenn man Bußgeld zahlen muss. Am Ende beschloss der Rat mit 11:5 Stimmen, zwei weitere Messgeräte für je 2000 Euro anzuschaffen. Die werden an der Mayerhofer Straße dauerhaft installiert.

Hermann Weingartner

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