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Alter schützt für Action nicht: Die „Crazy Mamas“ führten einen wilden Hexentanz auf.

Fasching in der Hofmark

Narren feiern furioses Finale

Zum Faschingsfinale haben es die St. Wolfganger Freunde der Narretei gestern noch mal richtig krachen lassen. Nach einem Mini-Umzug durch den Ort mit den Prinzenpaaren begeisterten zahlreiche Tanzgruppen in der Hofmark.

St. Wolfgang– Am letzten Sonntag in der Faschingszeit feiern die St. Wolfganger Narren traditionell beim Gemeindefasching noch einmal in Hofmark unter freiem Himmel.

Ein großer Umzug wird nur alle drei Jahre gestartet, und so war es gestern Nachmittag eine eher überschaubare Veranstaltung. Ein kleiner Mini-Umzug mit einem Prinzenpaarwagen und ein paar närrische Gruppen zogen durchs St, Wolfganger Ortszentrum zur Hofmark, wo dann bei kühler Witterung ausgelassen gefeiert wurde. Gemeinschaftlich wurde die Faschingsfete von der Gemeinde und Ortsvereinen veranstaltet und bewirtet.

Rund um die große Bühne am Dorfplatz fanden sich einige hundert, vielfach maskierte Besucher ein, um das bunte Treiben zu beobachten – und auch selbst mit zu tanzen. Vor den strengen Augen der großen St. Wolfgangs-Statue zeigten alle heimischen Faschingsakteure noch einmal ihr Können. Den Eifer und die Gaudi konnte auch leichtes Schneetreiben nicht bremsen.

Zwei Stunden lang wechselten die vielen Shows und Darbietungen der St. Wolfganger Faschingsgruppen auf der Bühne. Ihre letzten Auftritte vor heimischem Publikum hatten auch das Kinderprinzenpaar Carina I. und Lukas I. sowie die Hoheiten Manuela I. und Franz V. „vom schönen Fleck“ sichtlich genossen. Begeistert war die närrische Zuschauerschar auch von den fetzigen Auftritten der Garde des TSV St. Wolfgang, der bekanntlich eine eigene Faschingsabteilung hat, sowie den Showtänzen von „Modern Art“, „2 Steps“ und „Young Generation“. Eine Augenweide waren zudem die Märchen-Shows der Kinder- und Jugendgruppen von Anni Staab. Und die Ü 40-Damen, die „Crazy Mamas“, führten einen wilden Hexentanz auf. TSV-Vorsitzender Rudolf Müller-Brunnhuber und Faschingsreferent Anton Schwimmer waren sehr zufrieden mit der Faschingssaison, sagten sie der Heimatzeitung. Die Wolfganger haben „toll mitgemacht“, und die Konzepte seien aufgegangen.

Bürgermeister Ullrich Gaigl schenkte am Gemeindestand fleißig aus und zog auch närrische Bilanz: „Super Fasching und es bleibt ja no schee bis morgen.“ Dann ist wieder endgültig Schluss mit der Narretei. Auch in St. Wolfgang endet die letzte Faschingsfete mit dem traditionellen Kehraus. Die Gaudi findet erstmals im Gasthaus Schex statt. Im Goldachtal wird es dann zum weit verbreiteten Prinzen-Meucheln kommen. Sogar der Gemeindechef soll dem Vernehmen nach seine Finger im Spiel haben, weil er endlich seinen Rathausschlüssel wieder zurück haben will. „Grauslig wird’s dann“, deutete Schwimmer an, wenn dem Prinzen Franz V. die allerletzte Stunde schlägt.

Hermann Weingartner

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