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Riesenunterschied: St. Wolfgangs Apfelkönigin Christina I. (l.) mit einem „Manga Super“ und Gastkönigin Johanna Seebacher (r.) einem normalen Apfel. 

Gartlertag in St. Wolfgang

Nicht nur Riesen-Äpfel begeistern

Da staunten die Besucher nicht schlecht: Beim gestrigen Gartlertag des Gartenbauvereins St. Wolfgang wurde der größte Apfel der Welt präsentiert. Es ist die Sorte „Manga Super“ mit 800 Gramm Normalgewicht.

VON HERMANN WEINGARTNER

St. Wolfgang– In seiner Eröffnungsrede ging der Vereinsvorsitzende Rudi Brand vor zahlreichen Besuchern und Ehrengästen auf die Anfänge der Veranstaltung vor 20 Jahren ein. Der Ehrenvorsitzende des St. Wolfganger Gartenbauvereins, Georg Loidl, hatte den Gartlertag 1999 als Obst-, Gemüse- und Kürbis-Ausstellung ins Leben gerufen.

Der Gartlertag bot wieder vielfältige Informationen zum Verein und die Themen Äpfel und gesundes Obst ohne Chemie. Zur großen Apfelsortenausstellung gehörte heuer auch der größte Apfel der Welt „Manga Super“ mit 800 Gramm Normalgewicht. Die vielen Gäste nützen die zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten am großen Bauern- und Apfelmarkt und wurden dazu in der Goldachhalle bestens unterhalten und verpflegt.

Mit großer Freude beim Gartlertag dabei ist immer die Vereinsjugend des Gartenbauverein St. Wolfgang.

Ein „großes Dankeschön“ hatte Bürgermeister Ullrich Gaigl für die Gartler. Der Gartlertag sei aus St. Wolfgang „nicht mehr weg zu denken“. Als einen „wichtigen Baustein“ in der Jugendarbeit bezeichnete er die Jugendarbeit der Gartler mit derzeit über 80 Kinder und Jugendlichen in der Nachwuchsgruppe. Dort finde eine Wertevermittlung statt, wobei die Kinder spielerisch für die Natur begeistert würden. Einen Dank hatte der Gemeindechef auch das „Press-Team“ der Obstpresse im Vereinsheim der Gartler. Täglich können bis zu 8000 Liter Saft gepresst werden. Bei der reichen Obsternte wolle man heuer einen neuen Rekord mit über 300 000 Liter Apfelsaft schaffen. Als 10. St. Wolfganger Apfelkönigin war es für Christina I. (Rachl) „eine brutale Ehre“, den 20. Gartlertag zu eröffnen. Sie habe schon „einiges erleben können“ auf ihren Missionen, regional und überregional, Werbung für den St. Wolfganger Apfel zu machen – etwa bei der Grünen Woche in Berlin oder bei Königinnentreffen im Ausland, erzählte sie.

Vizelandrat und St. Wolfgangs Altbürgermeister Jakob Schwimmer meinte, der Gartenbau gewinne immer mehr an Bedeutung und sei heute „Teil eines Lebensgefühl“ geworden. Der Trend bei vielen Menschen gehe dazu, regionale Produkte zu essen, die man „gerne auch selber“ im Garten anbaue. Ein Dank gebühre den Gartlern für ihre „hervorragende Jugendarbeit“.

Auch die Landtagsabgeordnete und ehemalige Staatsministerin Ulrike Scharf (CSU) stattete dem Gartlertag einen Besuch ab. Gärten übten seit jeher „eine Faszination“ auf Menschen aus, sagte sie. Naturnahe Gärten seien heute wichtiger Lebensraum, besonders für Insekten. Der Gartenbauverein zeige da ein „großartiges Engagement“.

Der Präsident des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege, Wolfram Vaitl, war voll des Lobes für die St. Wolfganger Gartler. „Der Gartenbauverein ist so, wie ich es mir nur wünschen kann.“ Er erfülle seine „Aufgaben immer wunderbar“. Die Kreisvorsitzende der Gartenbauvereine Brigitte Murla meinte, „riesigen Respekt“, was der Verein das ganze Jahr über biete.

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