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Abenteuerlustig bei jedem Wetter: Die Mädchen und Buben des Waldkindergartens Armstorf vor ihrer Schutzhütte.

Waldkindergarten Lappach

Das Paradies in der Natur

Ein wahres Paradies im Wald ist der Waldkindergarten von Lappach. Bis zu 20 Kinder zwischen drei und sechs Jahren sind dort untergebracht – und haben eine Menge Spaß am Matschberg, im Wichtelwald, oder auch in der Felsenschlucht.

ArmstorfDer Waldkindergarten in Lappach ist eine Außengruppe des Kindergartens in Armstorf. Ihn gibt es jetzt seit einem Jahr. Frühmorgens, wenn die Kinder mit ihren Eltern am Waldkindergarten ankommen, hat es zu dieser Jahreszeit oftmals schon fast eisige Temperaturen. Doch nur die Erzieherinnen und die Eltern merken davon etwas, denn den Kindern ist die Kälte egal, sie sind sofort in Bewegung. Der Matschberg will erklommen werden, im selbst erbauten Piratenschiff streiten zwei Piraten um das Steuerrad, und auf einem Baumstumpf wird gerade Laubsuppe zubereitet.

Ebenso entstehen aus den örtlichen Gegebenheiten, in diesem Falle auf dem Aushub-Berg der Waldhütte, Spielgelegenheiten, die von den Kindern höchst kreativ sowie selbsttätig genutzt und verändert werden.

Gezielte pädagogische Angebote wie malen, basteln und werken werden auf der Terrasse der Schutzhütte oder auch im Seniorenheim in Wernhardsberg durchgeführt. Dort steht den Waldkindern einmal pro Woche ein eigener Raum zur Verfügung. Da wird dann in Kleingruppen zusammen mit den Senioren gesungen, gebastelt und gegessen.

„Die Kinder haben das Abenteuer Wald unglaublich schnell angenommen“, erzählt Isabella Lechner, Teamleiterin im Waldkindergarten. „Und auch wir haben in diesem Jahr viel Erfahrung gewonnen, wie wir die Natur und auch das Wetter als Lerngelegenheiten für die Kinder nutzen können.“

So müssen die Kinder beispielsweise die verschiedenen Baumarten und Pflanzen bestimmen. Außerdem lernen sie durch das Gespräch über tote Vögel, deren Beerdigung und das direkte Erleben des Wetters auch sehr viel über die Zusammenhänge der Natur.

Wenn das Wetter schlecht ist, macht die Gruppe einen Spaziergang in den Wichtelwald oder zur Felsenschlucht, die für die Kinder besondere Orte sind und die in Geschichten sowie in Bastelarbeiten der Mädchen und Buben wieder aufgegriffen werden. In der Schutzhütte des Kindergartens gibt es Tee und etwas zu essen. Wenn am Mittag dann das Schlusslied gesungen wird und die Kinder abgeholt werden, sind sie müde und schmutzig zugleich, aber glücklich.

Laura Silbernagl

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