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Ja, wos is denn des?  Die Polizisten (v.l.) Thomas Schwimmer und Norbert Brandlhuber kontrollieren Verkehrssünder Florian Deml.

Bunter Abend in St. Wolfgang

Parodien, Pantomimen und Pointen

St. Wolfgang – Ein volles Haus, gute Stimmung und viel Humor – ganz im Sinne von Gastgeber und TSV-Chef Rudolf Brunnhuber – machten den Bunten Abend im Gasthaus Schex einmal mehr zum St. Wolfganger Faschings-Höhepunkt.

In dem dreistündigen Programm war zwar hauptsächlich die lokale Prominenz, allen voran Bürgermeister Ullrich Gaigl, Ziel beißenden Spotts, aber man versteht auch die hohe Kunst, sich selbst auf den Arm zu nehmen.

Zunächst überreichte Gaigl den symbolischen Rathausschlüssel an „das 70. Prinzenpaar in Folge“, Eva Maria I. und Thomas I. „vom griechischen Wein“ (Eva und Thomas Alsters), denen Franziska Reiner aus Burgrain und Veit Brunnhuber als Teenie-Prinzenpaar bis Faschingsdienstag zur Seite stehen. Auch die Garde Modern Art griff das griechische Thema auf und machte mit einem flotten Sirtaki Lust auf mehr.

Nach den Heiligen Drei Königen, die in der „Wolfganger High Society“ am Grünbacher Ring schlechte Karten hatten, ging es himmlisch weiter. Schutzengel Arminus (Armin Feckl) wurde zu seinem Verdruss ausgerechnet auf zwei Pimpkie-Tussis (Ramona und Teresa Grundei) in Dorfen angesetzt, die ihn schier verzweifeln ließen. Der Yoga-Boom vor Ort wurde im Anschluss von Giuliano Giacoppo, Gerhard Thalmaier, Markus Greipel, Michael Gilhuber und Maximilian Fischer genüsslich parodiert.

Organisator und Moderator Anton Schwimmer zündete immer wieder ein Witzefeuerwerk und erntete mit seiner unnachahmlichen Art den ein oder anderen Brüller: „Wie bringt man 20 Schafe in den ersten Stock? Mit einer Tupperparty!“ oder „Viehdiebstahl auf Englisch? Oxfort!“ oder „Unterschied zwischen einem Yeti und einem intelligenten Dorfener? Ein Yeti wurde schon gesichtet!“ Einer der Höhepunkte war das Stück „Waldkindergarten“, in dem er zusammen mit Thomas Schwimmer und Hans Kranzmaier fernab von Text und Sinn für Gaudi pur sorgte.

Schwimmer brillierte mit Norbert Brandlhuber auch als Sonder-Blitz-Kommando, das Bürgermeister Gaigl (Florian Deml) auf einem auf 6 km/h limitierten Traktor in die Falle lockt.

Die Tatsache, dass Thomas Alsters und Rudolf Brunnhuber ihre Rollen als TSV-Chef und Faschingsprinz innerhalb eines Jahres tauschten, brachte Patrizia Müller in ihrem „Mehrgenerationenanzug“ aufs Tapet. Für weitere Lacher sorgten Klaus Brandhuber mit seinem Willy-Astor Stück vom „Radkäppchen und dem bösen Golf“, sowie Martina Fleidl, Irmgard Moser, Bernhard Weilnhammer, Florian Bernhard und Martin Käsmaier, die pantomimisch Einsparmöglichkeiten der extremen Art im Altersheim aufzeigten. Schließlich lieferten Elke Aigner und Christian Rott pikante Eilmeldungen in „Goldach aktuell“.

Der Abend war aber noch lange nicht zu Ende. Nachdem Daniel Ipfelkofer bereits eine Hymne auf das „Wolfganger Land“ in Andreas-Gabalier-Manier vorgetragen hatte, spielte er mit seiner Band „Hädedadeware“ noch rockig zur Afterworkparty auf.

Albert Zimmerer 

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