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Die russische Delegation mit Leiter Igor Baginskiy (hinten, 7. v. l.) , Dolmetscherin Elena Buneewa (vorne, 3. v. l.), den Chef der Raiffeisenbank St. Wolfgang-Schwindkirchen, Josef Stöckl (hinten, v. l.) und Vorstandsmitglied Felix Lechner (r.).

Raiffeisenbank St. Wolfgang-Schwindkirchen

Russische Bänker holen sich Tipps

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Besuch aus Russland: Die Raiffeisenbank St. Wolfgang-Schwindkirchen hat eine Delegation hochrangiger Bankenvertreter aus dem osteuropäischen Land zu einem Austausch empfangen.

St. Wolfgang – Die 20 Verantwortlichen von russischen Genossenschaftsbanken informierten sich bei der Raiffeisenbank St. Wolfgang-Schwindkirchen über Aufbau und Funktion der Volks- und Raiffeisenbank in Deutschland. Wie die Raiffeisenbank St. Wolfgang-Schönbrunn mitteilte, interessierten sich die Gäste auch brennend für das Einlagensicherungssystem deutscher Genossenschaftsbanken. Dass die Verständigung reibungslos klappte, dafür sorgte eine mitgereiste Dolmetscherin.

Die örtlichen Raiffeisenvorstände Josef Stöckl und Felix Lechner zeigten den russischen Bankvertretern in einem kurzen Vortrag Bilanz und Ertragsrechnung der seit langem erfolgreichen St. Wolfganger Genossenschaftsbank. Mehrere Stunden lang beantworteten sie auch viele Fragen zur Bankenaufsicht in Deutschland, zum Prüfungswesen und zu den Beiträgen des Einlagensicherungsfonds.

Auch in Russland gab es laut dem Leiter der russischen Besucherdelegation, Igor Baginskiy, vor über 100 Jahren erste Genossenschaftsgründungen im Bankenbereich. In der dann folgenden stalinistischen Zeit und durch Einführung der Planwirtschaft und der staatlichen Zwangsverwaltungswirtschaft sei aber in Russland für die genossenschaftlichen Mitgliederprinzipien Selbstverwaltung und Selbstverantwortung kein Raum mehr gewesen.

Nach Angaben von Baginskiy erfolgt nun seit etwa 20 Jahren eine Wiedergründung der Genossenschaftsidee in Russland. Mittlerweile sind etwa 1000 Raiffeisenbanken und 2000 Volksbanken in Russland am Markt tätig. Es handelt sich dabei meist um kleinere Institute mit nur wenigen Mitarbeitern. Das war auch in den ersten Jahrzehnten des Genossenschaftswesens in Deutschland so. 

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