Gemeinderat St. Wolfgang

Schönbrunner bekommen ein Bürgerhaus

Der Gemeinderat St. Wolfgang unterstützt das Projekt Bürgerhaus der Dorfgemeinschaft Schönbrunn. Am Dienstag wurde grünes Licht gegeben.

Von Hermann Weingartner

Dorfen – Die Dorfvereine in Schönbrunn sind bereit, dass es endlich losgehen kann mit dem geplanten Neubau eines Bürgerhauses. Die Nutzung des Kommunalgrundstücks durch die Ortsvereine und finanzrechtliche Zusagen der Gemeinde sind geklärt. Der Gemeinderat unterstützt das Projekt Bürgerhaus.

Am Dienstagabend hat der Gemeinderat grünes Licht gegeben in Sachen Grundstücksnutzung und Finanzhilfe. Federführend bei dem Projekt und offizieller Bauherr ist der Schützenverein Frohsinn Schönbrunn. Bereits im Frühjahr wurde ein Grundstücksüberlassungsvertrag mit den beteiligten Ortsvereinen ausgearbeitet, sagte Bürgermeister Ullrich Gaigl (FW). Darin sind die Nutzungsbedingungen für das kommunale Areal durch die Dorfgemeinschaft Schönbrunn am westlichen Ortseingang Schönbrunn geregelt. Ein wichtiger Punkt im Vertrag ist laut Gaigl, dass ein Nutzungsrecht in dem Bürgerhaus „für alle Ortsvereine“ gesichert sei. Und auch Schönbrunner Vereine, die sich künftig gründen, wird ein Recht eingeräumt, das neue Bürgerhaus zu nutzen.

Verwaltungsleiter Christian Miksch sagte, man habe bei der Vertragsgestaltung versucht, „möglichst weit in die Zukunft zu blicken“. Das Grundstück bleibt weiter im Gemeindebesitz. Sollte sich die Dorfgemeinschaft auflösen, fällt das Gebäude der Kommune zu. Geregelt ist auch die Lärmentwicklung nach außen. „Zu laute Musik“ ist demnach nicht gestattet.

Michael Schrägle (FW) wollte wissen, was das genau bedeute. Dieser Punkt diene dem Lärmschutz der Wohnbebauung in der Nachbarschaft, sagte Gaigl. Wenn es etwa täglich am Bürgerhaus zu laut wäre und es Beschwerden bei der Gemeinde gäbe, könnte man regelnd eingreifen. Wenn es Party-Veranstaltungen gebe, müssen diese ohnehin „extra“ bei der Gemeinde genehmigt werden, ergänzte Miksch. Die Zustimmung zu dem Grundstücksüberlassungsvertrag wurde daraufhin einstimmig gewährt.

Um den Neubau zu realisieren, hat der Schützenverein Frohsinn als Bauherr bei der Gemeinde eine Bürgschaft in Höhe von 400 000 Euro beantragt. Die sei als Banksicherheit für die Gewährung einer Zwischenfinanzierung nötig. Die brauche der Verein, weil Zuschüsse erst später ausgezahlt werden. Gaigl sagte, der Schützenverein habe beide örtlichen Banken wegen der Zwischenfinanzierung angefragt. Eine Bürgschaft sei auch schon bei anderen Projekten örtlicher Vereine übernommen worden, sagte Miksch. „Das war nie ein Thema.“ Sollte die Finanzierung platzen, müsste die Gemeinde einspringen. Dann habe man aber „als Gegenwert das Gebäude“. Der Bürgschaft wurde einstimmig übernommen.

Die Gemeinde gewährt für das Projekt Bürgerhaus neben der Bürgschaft einen Zuschuss über 100 000 Euro und 100 000 Euro Darlehen. Die Nutzung des Grundstücks ist kostenlos. Alle Genehmigungen seien da, sagten Vertreter des Schützenvereins nach der Sitzung unserer Zeitung. Jetzt werde die Finanzierung klar gemacht. Nach der Genehmigung des vorzeitigen Baubeginns „geht’s los“.

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