Am Forstweg in Lappach tut sich was: Mit einer geänderten Bauleitplanung kann auf dem gesamten Bereich gebaut werden. Foto: Weingartner

Gebiet „Lappach Forstweg“

Sechs Bauplätze für Einheimische

St. Wolfgang - Es scheint so, als finde die unendliche Geschichte um den Forstweg in Lappach bald ein Ende. Um Baurecht für Einheimische im Ortsteil Lappach zu schaffen, versucht es die Gemeinde St. Wolfgang jetzt mit einer geänderten Einbeziehungssatzung.

GDer Bauausschuss des Gemeinderats St. Wolfgang geht mit einem vergrößerten Umgriff erneut ins Genehmigungsverfahren. Das Problem war bisher, dass die letzte Version der Einbeziehungssatzung „Lappach Forstweg 1“ nur Baurecht für zwei Bauparzellen vorsah. Das Landratsamt wertete dies als eine Gefälligkeitssatzung (wir berichteten), und somit sei sie „rechtswidrig“.

In einem neuen Anlauf wurde der Umgriff der Satzung, wie im Flächennutzungsplan (FNP) bereits dargestellt, bis zur Einmündung Erlbacher Straße am östlichen Ortsrand erweitert. Insgesamt hat die neue Baufläche jetzt rund 3000 Quadratmeter. Damit könnten etwa sechs Bauplätze in Lappach für Einheimische geschaffen werden.

Seit 2012 läuft das Ansinnen der Gemeinde, am Forstweg zumindest begrenzt Baurecht zu schaffen. Das Landratsamt wollte bisher, dass die Gemeinde dafür einen Bebauungsplan aufstellt. Das wiederum wurde vom Gemeinderat nicht befürwortet, denn damit wäre Baurecht geschaffen worden. Das Areal konnte aber nicht erworben werden. Offenbar war es nicht möglich, sich mit dem Eigentümer zu einigen. Die Gemeinde hat inzwischen aber ein kurzes Stück am Forstweg für zwei Bauparzellen erschlossen, weil dort ein Ansässiger seit Längerem schon bauen möchte. Geplant ist, dass der Forstweg bis zur Erlbacher Straße weitergebaut wird.

Hätte die Kommune einen Bebauungsplan aufgestellt, wäre sie möglicherweise verpflichtet gewesen auch das weitere Stück Erschließungsstraße zu bauen, ohne dass die Bauplätze in gemeindlicher Planungshoheit sind. Dieses Problem ist jetzt offenbar gelöst, mit einer geänderten Bauleitplanung. Das gesamte Areal wird, wie im FNP ausgewiesen, durch die Einbeziehungssatzung zum Innenbereich. Weil es nun mehr Bauplätze gibt, habe dazu das Landratsamt bereits im Vorfeld die Genehmigungsfähigkeit signalisiert, sagte Verwaltungsleiter Christian Miksch auf Nachrage der Heimatzeitung. Zu große Gebäude auf dem Privatteil werden nicht befürchtet, denn es muss das Einfügegebot eingehalten werden.

Nun muss die Planung erneut das gesamte Genehmigungsverfahren durchlaufen. Der Bauausschuss hat die Beteiligung der Öffentlichkeit und Behörden sowie die öffentliche Auslegung beschlossen.

Hermann Weingartner

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