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Große Freude bei Spender und Beschenktem: Iris Menzinger vom Kriseninterventionsteam Freising/Erding nahm den Spendenscheck über 4000 Euro aus den Händen des Cerner-Betriebsratsvorsitzenden Peter Widmann entgegen.

Wirtschaft im Landkreis

Spende an die „Notärzte für die Seele“

Über eine satte Spende in Höhe von 4000 Euro darf sich das Kriseninterventionsteam (KIT) Freising/Erding freuen.

St. Wolfgang– Möglich gemacht wurde die Finanzunterstützung durch die Mitarbeiter der Cerner Health Services Deutschland GmbH am Standort St. Wolfgang. Betriebsratsvorsitzender Peter Widmann überreichte einen symbolischen Spendenscheck an die 2. Vorsitzende des KIT, Iris Menzinger. Sie bedankte sich ganz herzlich für „die großzügige Spende“, die in die Ausbildung weiterer KIT-Mitarbeiter fließe.

Alle KIT-Leute arbeiten ehrenamtlich und man sei auf Spenden angewiesen, betonte Menzinger vor der gesamten Cerner-Belegschaft. Es gebe leider Situationen, in denen selbst die beste Medizintechnik an ihre Grenzen stößt. „In solchen Fällen kommen dann Organisationen wie das KIT zum Einsatz, um Menschen nach einem traumatischen Ereignis oder akuten psychischen Schock zu betreuen“.

„A world without medical error“, eine Welt ohne medizinische Fehler, sei die Vision, mit der Cerner seit über 35 Jahren und mit mehr als 24 000 Mitarbeitern weltweit IT-Lösungen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung entwickle, sagte Widmann. Am Standort St. Wolfgang seien mehr als 120 Mitarbeiter tätig. Aus der internen Verwertung ausgemusterter Firmen-Laptops wurde eine Spendenaktion initiiert, deren Ergebnis einer lokalen Organisation mit Bezug zum Gesundheitswesen zugutekommen sollte. „Die Aktion fand regen Zuspruch, und am Ende stand ein Betrag von 4000 Euro zur Verfügung“, freute sich Widmann. Mitarbeiter und Betriebsrat „waren sich schnell einig, dass mit dem gesammelten Geld die Arbeit des KIT Erding/Freising unterstützt werden soll“.

Die KIT-Mitarbeiter hätten alle eine gründliche psychotraumatologische Ausbildung und seien als „Notarzt für die Seele“ in der Erstversorgung vor Ort, wo immer sie gebraucht werden. Erst im vergangenen Jahr war das Team beim Amoklauf von München im Einsatz, um Betroffene und Hinterbliebene zu unterstützen. Eine Ausbildung nur eines KIT-Mitarbeiters kostet etwa 1200 Euro, sagte Menzinger. Daher ein „ganz großes Dankeschön“ für die Cerner-Spende aus St. Wolfgang.

Hermann Weingartner

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