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Großes Interesse: Der Schex-Saal war voll besetzt. 

Kreisverband für Gartenbau und Landespflege

Spezielle Gärten für Flüchtlinge

St. Wolfgang - Auch wenn es draußen noch nicht danach ausschaut, bei den Gartlern des Landkreises hat die Saison begonnen. Das wurde bei der Frühlingsversammlung in St. Wolfgang deutlich. Interessant auch ein Vorschlag, spezielle Asylgärten für Flüchtlinge anzulegen.

Der Kreisverband hat die Vertreter der lokalen Gartenbauvereine in den Saal des Gasthauses Schex eingeladen, um über die aktuelle Entwicklung zu informieren und das vorläufige Jahresprogramm vorzustellen.

Von der Arbeit auf Kreisebene berichtete Kreisgeschäftsführer August Groh. Ziel müsse es sein, die Mitgliederentwicklung zu stabilisieren. „Kümmert euch um den Nachwuchs“, bat Groh deswegen die Ortsvereine.

Der Kreisverband Erding für Gartenbau und Landespflege hat derzeit 37 Ortsverbände mit 6760 Mitgliedern, davon haben sieben eine Jugendgruppe. Vor einem Jahr wurde der Vorstand neu gewählt, seitdem ist Brigitte Murla Vorsitzende, Vorgängerin Paula Deutscher fungiert wie Johannes Ober als Stellvertreter. Dass die Finanzen des Kreisverbandes tiptop seien, attestierte Kassenprüfer Andreas Orthuber der Kassenverwaltung von Ursula Weinhuber. Der Kreisverband habe ein gutes Polster. „Die Vorgängervorstandschaft hat gut gewirtschaftet“, fasste Weinhuber zusammen.

Neues gibt es auch beim Fachbereich Gartenbau und Landespflege im Landratsamt: Kreisfachberater Michael Klinger, der in die Fußstapfen von Juliane Friedemann tritt, nutzte die Gelegenheit, sich bei den Vereinen vorzustellen, „Mir macht’s Spaß, ich hoffe, dass es für euch weiterhin so gut läuft wie mit Frau Friedemann“, sagte Klinger, der seit Anfang des Jahres im Amt ist. Er wolle nicht nur Vorträge halten, unter anderem zu Rosen, Stauden, Gartengestaltung und „kulturfremden Spontangewächsen“, wie er Unkraut spaßhaft nannte, sowie praktische Kurse abhalten, sondern vor allem „draußen in der Natur sein“. Gelegenheit dazu bieten die aktuell stattfinden Baumschnittkurse und die Pflegeaktion im Obstlehrgarten St. Wolfgang in Mai und Juli. Aktionen wie „Unser Dorf soll schöner werden“, der Tag der offenen Gartentür und der Wettbewerb, der 2017 das Motto „Klein, aber fein – Feines Gemüse aus kleinen Gärten“ haben wird, stehen auch beim neuen Kreisfachberater auf dem Programm. In Newslettern will Klinger künftig „das geballte Wissen, das ich in den Vereinen sammle“, weitergeben.

Ums Internet ging es auch bei Geschäftsführer Groh, der dabei ist, die Website des Kreisverbandes neu zu gestalten. Neben Wissenswertem aus Orts- und Kreisverband soll es den Vorständen durch mögliche Down- und Uploads die Arbeit erleichtern.

Vorsitzende Murla berichtete unter anderem von der Bezirksversammlung, wo es auch darum ging, Asylsuchende durch Asylgärten in die Ortsverbände zu integrieren oder seltene Obstsorten am Alpenrand zu erhalten. Um 63 nicht bekannte Sorten der Nachwelt zu erhalten, sollen die Sorten künftig in einem speziellen Garten angepflanzt werden.

Infos zum anstehenden Ausflug nach Regensburg, bei dem auch ein Besuch des Nepalgartens in Wiesent geplant ist, gab es von Paula Deutscher. Die Lehrfahrt wird im April nach Südtirol führen. Ein Bericht über die Jugendarbeit, die sich heuer dem Thema Wald widmet, rundete die Kreisversammlung ab. Die Besucher interessierten sich für die Notwendigkeit der erweiterten Führungszeugnisse für in der Jugendarbeit tätige Ehrenamtliche. Außerdem steuerte der Ortsverband Schwindkirchen den Vorschlag bei, das jährliche Brotzeitessen für die Helfer im Lehrgarten im südöstlichen Landkreis stattfinden zu lassen. Die Schlussworte sprach Ober. Er wünschte den Gartlern ein „schönes und erfolgreiches Gartenjahr“, das idealerweise nicht nur aus schweißtreibender Arbeit, sondern auch aus Muße bestehen solle.

Anne Huber

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