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St. Wolfgang trauert um Pädagoge, Chronist, Vereinschef und Kommunalpolitiker Andreas Stamml

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Große Trauer in der Gemeinde St. Wolfgang: Andreas Stamml, vielseitig engagierter und allseits beliebter Träger der Bürgermedaille, ist am vergangenen Donnerstag im Alter von 84 Jahren verstorben.
Andreas StammlDer St. Wolfganger ist mit84 Jahren verstorben. © Hermann Weingartner

Große Trauer in der Gemeinde St. Wolfgang: Andreas Stamml, vielseitig engagierter und allseits beliebter Träger der Bürgermedaille, ist am vergangenen Donnerstag im Alter von 84 Jahren verstorben.

St. WolfgangGroße Trauer in der Gemeinde St. Wolfgang: Andreas Stamml, vielseitig engagierter und allseits beliebter Träger der Bürgermedaille, ist am vergangenen Donnerstag im Alter von 84 Jahren verstorben. Stamml war als Schulamtsrat und -direktor, Vereinsfunktionär, Gemeinde- und Kreisrat bekannt.

Geboren wurde er in Weprowatz (Serbien) im früheren Jugoslawien. Dort wuchs er auf und besuchte bis 1941 die Schule. 1944 musste die Familie ihre Heimat verlassen. Die Flucht führte sie schließlich nach Hailing (Kreis Straubing). 1956 machte er in Freising Abitur. Es folgte ein Lehramtsstudium in München.

Stammls pädagogische Karriere begann 1958 mit dem Lehramt in Reitmehring. 1961 kam er an die Volksschule St. Wolfgang, dann nach Isen (1969), wo er 1984 auch Rektor wurde. Die Beförderung zum Schulrat am Staatlichen Schulamt Erding folgte 1990. Sieben Jahre später wurde Stamml zum Schulamtsdirektor ernannt. 1999 ging er in Pension.

Kommunalpolitisch engagierte sich Stamml als Kreisrat (1990-2002) sowie Gemeinderat und Kulturreferent (1996-2002). Im besonderen Maße war Stamml seiner St. Wolfganger Heimat verbunden. Im TSV übernahm er Verantwortung als Zweiter (1969-1977) und danach Erster Vorsitzender (bis 1987). In seine Ära fiel etwa der Sportstätten-Neubau in Lappach (1982-1987). Stolz machte ihn, dass die Anlage fast ganz in Eigenregie mit 21 000 freiwilligen Arbeitsstunden errichtet werden konnte. Als Hobbysportler war Stamml bis ins Alter aktiver Tennisspieler.

Den ehrenamtlichen Einsatz scheute der Vater von fünf Töchtern in vielen Bereichen nicht. So betätigte er sich im Pfarrgemeinderat, war im Kirchenchor und Gründer des Singkreises, Mitorganisator der legendären 1000-Jahr-Feier St. Wolfgang 1975, Mitverfasser der großen Orts- und Heimatchronik und Verfasser der Chronik „70 Jahre TSV St. Wolfgang“.

Seine Verdienste brachten Stamml das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten (2003) und die Verleihung der Bürgermedaille (2005) ein. Stamml hinterlässt fünf Töchter und ihre Familien. Seine geliebte Ehefrau Therese war heuer im Sommer verstorben.

Der Trauergottesdienst für Andreas Stamml findet am morgigen Mittwoch um 10 Uhr in der Lappacher Kirche statt. Anschließend wird er im Friedhof beigesetzt.

Hermann Weingartner

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