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Millionen Euro für den Brandschutz: Auch das St. Wolfganger Feuerwehrgerätehaus ist mittlerweile zu klein.

Gemeinderat

St. Wolfgang gründet AK Feuerwehr

In den nächsten Jahren muss die Gemeinde St. Wolfgang mit mehreren Millionen Euro an Ausgaben im Bereich der Pflichtaufgabe kommunaler Brandschutz rechnen. Fahrzeuge werden zu alt, Häuser zu klein.

St. Wolfgang Die Gemeinde St. Wolfgang muss demnächst tief in die Tasche greifen. Es stehen mehrere Ersatzbeschaffungen für alte Einsatzfahrzeuge an, und es muss eine Lösung für das zu klein gewordene Gerätehaus der Hauptfeuerwehr St. Wolfgang gefunden werden. Aber auch andere Gerätehäuser könnten nach Beschaffungen neuer, größerer Fahrzeuge zu klein werden.

Bürgermeister Ullrich Gaigl (FW) regte im Gemeinderat an, angesichts der anstehenden Maßnahmen im Bereich Feuerwehren (FF) einen Arbeitskreis Feuerwehr zur Vorberatung und Entlastung des Gemeinderates zu gründen. Es müssten in nächster Zeit viele Entscheidungen getroffen werden, etwa die Anschaffung neuer Fahrzeuge, Ausstattungen, und an welchem FF-Standort die Autos dann zum Einsatz kommen sollen. Dringend sei auch das Thema neue Gerätehäuser. Das hänge dann wieder mit der Problematik der Gewährleistung der Tagesalarmsicherheit zusammen. Einen Arbeitskreis, der sich mit den Themen intensiv beschäftigt und so Grundlagen für Entscheidungen im Gemeinderat vorbereitet, sah Gaigl als sinnvoll an.

Unterstützung bekam er von Verwaltungsleiter Christian Miksch, der am liebsten ein verbindliches Feuerwehrbeschaffungskonzept haben möchte. Ziel sei es, unumgängliche Kosten für den kommunalen Brandschutz finanztechnisch zeitlich zu strecken, um damit im FF-Wesen langfristig planbare, regelmäßige Anschaffungen in größeren Jahresabständen zu bekommen. Mit einem Konzept könnte vermieden werden, dass künftig Einsatzfahrzeuge oder der Bau von Gerätehäusern in kurzer Zeit anstehen und der Gemeindehaushalt dann punktuell gleich mit mehreren hunderttausend bis Millionen Euro belastet werde. Die Stadt Dorfen, die das gleiche Problem hatten, sei da „Vorreiter“. Das Dorfener FF-Konzept habe sich wohl bewährt.

Positiv sah auch Feuerwehrreferent Werner Axenböck (CSU) die Gründung eines Arbeitskreises. Bei den Anschaffungen für die Feuerwehren würden in den „nächsten drei, vier Jahren etliche Millionen Euro auf uns zukommen“. Und die Tagesalarmsicherheit werde auch in der Gemeinde St. Wolfgang „ein Problem“. Axenböck plädierte, es sei „gut, wenn da ein paar mehr dabei sind und den Gemeinderat unterstützen“.

Vizebürgermeister Konrad Bernhard (WG Gatterberg-Schönbrunn) plädierte ebenfalls für die Einrichtung eines Arbeitskreises. Im Bereich Feuerwehren „müssen wir jetzt die Weichen stellen für die nächsten Jahrzehnte“.

Aber nicht alle sahen die Notwendigkeit, einen Arbeitskreis zu gründen. Anton Schneider (CSU) und Anton Daumoser (WG Gatterberg-Schönbrunn) waren der Ansicht, im Gemeinderat seien die Feuerwehrbeschaffungsmaßnahmen gut aufgehoben und auch bisher gut entschieden worden. Beschlossen wurde dennoch die Gründung eines AK Feuerwehr, gegen die Stimmen der beiden Gemeinderäte. Im AK vertreten sind der die beiden Bürgermeister, der FF-Referent und die Kommandanten der sechs Gemeindefeuerwehren.

Hermann Weingartner

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