Christian Miksch Der Geschäftsleiter erläuterte den Haushalt 2021. 
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Christian Miksch: Der Geschäftsleiter erläuterte den Haushalt 2021. 

Haushalt 2021: Gemeinde will rund eine Million Euro für den Breitbandausbau ausgeben

St. Wolfgang investiert in die Digitalisierung

Das Haushaltsvolumen für 2021 beträgt in St. Wolfgang 13,3 Millionen Euro. Eine Million davon ist für den Breitbandausbau bestimmt, eine weitere für den Erwerb von Grundstücken.

St. Wolfgang – Vor allem große Investitionen in den Breitbandausbau und den Grunderwerb lässt den für 2021 geplanten Vermögenshaushalt der Gemeinde St. Wolfgang mit rund 4,5 Millionen Euro auf mehr als das Doppelte gegenüber dem Vorjahr anwachsen. Zusammen mit dem Verwaltungshaushalt, der auf etwa 8,8 Millionen Euro berechnet wurde, ergibt sich ein gesamtes Haushaltsvolumen von 13,3 Millionen Euro. Dem stimmte der Gemeinderat in seiner öffentlichen Sitzung zu.

Aus dem Vermögenshaushalt werden verschiedenste einmalige Ausgaben getätigt. Beim Breitbandausbau wurden für das laufende Jahr insgesamt Ausgaben von rund einer Million Euro veranschlagt, die Hälfte davon wird als Zuschuss vom Bund und weitere 30 Prozent werden als Förderung durch den Freistaat wieder zurück in die Gemeindekasse fließen. Die Baumaßnahmen für das schnelle Internet selbst, werden voraussichtlich erst im Frühjahr 2023 abgeschlossen sein.

Eine weitere Million Euro gibt die Gemeinde St. Wolfgang für den Erwerb von Grundstücken aus. Darin noch nicht enthalten ist der Grunderwerb für das neue Baugebiet St. Wolfgang West III. 900 000 Euro wendet die Gemeinde hierfür auf, um die Grundstücke später an Bauwerber zu veräußern. Ein weiterer Posten auf der Ausgabenseite betrifft die Kläranlage, für 160 000 Euro soll dort ein Schlammspeicherbecken gebaut werden.

120 000 Euro will die Gemeinde in die Grundschule investieren, die Anschaffung von Luftreinigungsgeräten aufgrund der Pandemie, Neuausstattung für einzelne Klassenzimmer und der Bau von Schallschutzmaßnahmen im Lehrerzimmer wurden hier genannt.

Die Feuerwehr St. Wolfgang benötigt neue Atemschutzgeräte und Schutzkleidung, letztere erhalten auch die Wehren in Schönbrunn, Lappach, Pyramoos und Jeßling. Insgesamt wird dies etwa 71 000 Euro kosten. 60 000 Euro sind für den Bau des Dorfplatzes in Lappach eingeplant.

Die Rücklage der Gemeinde bleibt fast konstant bei 615 560 Euro. Grund dafür ist die fortlaufende Schuldentilgung, 353 000 Euro werden heuer noch zurückgezahlt, sodass der Schuldenstand am Ende des Jahres voraussichtlich bei 2,7 Millionen Euro liegen wird. Durch diese „ordentliche Tilgung“ von Krediten ergibt sich auch die Mindestzuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt. Mit den veranschlagten 851 000 Euro Zuführung übertrifft die Gemeinde St. Wolfgang diese allerdings um mehr als das doppelte.

Das Volumen des Verwaltungshaushalts der Gemeinde gleicht mit 8,8 Millionen Euro dem des Vorjahrs. Zu den wichtigsten Einnahmen zählt neben dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer (vorausberechnet rund 2,9 Millionen Euro und damit ebenso viel wie im Jahr 2020), die Gewerbesteuer. Dem Ansatz für 2020 von 2,4 Millionen Euro gegenübergestellt, erwartet die Gemeinde St. Wolfgang einen deutlichen Rückgang auf nur mehr 2 Millionen Euro. Basis für diese Schätzung ist die Corona-Pandemie.

„Es wäre falsch zu behaupten, Corona geht an der Gemeinde St. Wolfgang komplett vorbei. Wir rechnen aber damit, dass unsere Firmenstruktur dem relativ gut trotzen kann“, beurteilte Geschäftsleiter Christian Miksch die Situation.

Einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr erwartet die Gemeinde bei den Schlüsselzuweisungen vom Land, sie verdoppelt sich gegenüber 2020 auf 560 500 Euro. Und auch der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer erhöht sich, auf 308 000 Euro (Ansatz 2020: 266 000 Euro). Verhältnismäßig konstant bleiben die Zahlen bei der Grundsteuer für landwirtschaftliche Flächen (108 000 Euro) und für bebaute Flächen (435 000 Euro).

Fabian Holzner

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