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Hat sich bewährt: Der mobile Tempoanzeiger in der Mayerhofer Straße in Armstorf, wo oft zu schnell gefahren wird.

Kampf gegen Raser

St. Wolfgang kauft mobile Messgeräte

Rasern den Kampf ansagen, war in der St. Wolfganger Bürgerversammlung im November gefordert worden.

St. Wolfgang –  Gewünscht wurde, die Kommune sollte an den Ortseingängen St. Wolfgang und Armstorf eigene Geschwindigkeitsmessanzeigen aufstellen. Darauf hat der Gemeinderat jetzt reagiert.

Neben eigenen Geräten wird die kommunale Verkehrsüberwachung aber auch weiter tätig sein, sagte Bürgermeister Ullrich Gaigl (FW). „Wer zu schnell fährt, soll zahlen“, meinte Magdalena Wandinger-Strauß (FW). In der Bürgerversammlung hatte Gaigl berichtet, innerorts seien 2017 im Schnitt fünf Prozent zu schnell gefahren. Die Geschwindigkeitsverstöße lagen zwischen 60 und 86 Stundenkilometer (km/h). Als man die kommunale Verkehrsüberwachung vor einigen Jahren startete, habe der Wert noch bei zehn Prozent gelegen.

In St. Wolfgang wurde an der B 15 in drei Monaten 15 Mal geblitzt. Dabei seien von 9472 Fahrzeugen 442 zu schnell unterwegs gewesen. In Armstorf waren auf der B 15 bei sechs Messungen 110 von 4524 Fahrzeugen zu schnell dran und in Lappach bei acht Messungen 181 von 2429 Fahrzeugen mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Geschwindigkeitsmessanzeigen an den Ortseingängen sollen die Autofahrer auf ihr aktuelles Tempo aufmerksam machen, ohne dass gleich ein Ordnungs- oder Bußgeld fällig wird, berichtete Gaigl im Gemeinderat.

Die Hoffnung sei ein erzieherischer Effekt, dass zu forsche Fahrer ihre Geschwindigkeit in der Ortsdurchfahrt anpassen. Das zumindest wurde für St. Wolfgang von einigen Gemeinderäten bezweifelt, weil die Strecke bekanntlich sehr lang ist.

Diskutiert wurde, wo die Blitzer aufgestellt werden und ob es stationäre oder mobile Geräte sein sollen. Derzeit habe die Gemeinde nur ein mobiles Tempomessgerät. Das steht schon länger in Armstorf an der Mayerhofer Straße. Josef Göschl (WG Armstorf) berichtete, das habe dort „schon was gebracht“. Die Installation von stationären Messgeräten an den Ortseingängen von St. Wolfgang und Armstorf wurde mit 5:12 Stimmen abgelehnt. Eine 13:4-Mehrheit sprach sich für die Anschaffung von zwei weiteren mobilen Messgeräten aus. Diese sollen dann überall in der Gemeinde zum Einsatz kommen, besonders dort, wo man entsprechende Hinweise von Bürgern bekommt. Pro Gerät müsse man je nach Funktionen mit rund 2000 Euro rechnen, sagte Verwaltungsleiter Christian Miksch. Die Einnahmen für die Gemeinde aus der kommunalen Verkehrsüberwachung liegen konstant bei rund 3000 Euro.

Hermann Weingartner

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