Gemeinderat St. Wolfgang

Start frei für die Breitbandoffensive

Im Gemeindegebiet St. Wolfgang wird eine Breitbandoffensive gestartet. Der Großteil der entsprechenden Haushalte soll bis Herbst 2017 versorgt sein.

St. Wolfgang – Ziel der Gemeinde ist es, dass die Haushalte mit schnellen (mindestens 30 bis 50 MBit) oder zumindest etwas schnelleren Internetanschlüssen als bisher durch den Ausbau versorgt werden.

Das Planungsbüro IK-T aus Regensburg hat die Auswertung des Markterkundungs- und Auswahlverfahrens für Breitbandversorgung in den Ausbaugebieten vorgestellt. Im St. Wolfganger Gemeinderat wurde darauf einstimmig der Auftrag für rund 900 000 Euro an die Telekom Deutschland AG vergeben.

Nur die Unternehmen Amplus AG und Telekom hätten Angebote auf die Ausschreibung abgegeben, informierte Michael Himmelstoß von IK-T. Nach Prüfung und Bewertung durch ein Punktesystem, laut im Gemeinderat definierter Kriterien, habe die Telekom bei „guter Versorgung“ mit 900 211 Euro das wirtschaftlichste Angebot abgegeben. Amplus wäre mit einem kompletten Glasfaser-Ausbau zwar besser, aber „sehr deutlich“ teurer gewesen.

Das wollte der Gemeinderat nicht. Der Breitbandausbau kostet rund 900 000 Euro, wovon die Gemeinde nach Abzug der Breitbandförderung durch den Freistaat noch rund 180 000 Euro finanzieren muss.

Teile St. Wolfgangs und Armstorf verfügen bereits über schnelles Internet und sind nicht mehr förderfähig. Die Erschließung erfolgt in den Gebieten: Bereich St. Wolfgang Ort, Lappach, Großschwindau, Kleinschwindau und Schönbrunn. Der Süden soll im Zuge der Verlegung der Gashochdruckleitung erschlossen werden. Im Ausbaugebiet müssen mindestens 30 MBit erreicht werden. Himmelstoß erklärte, dass die Erschließung auch auf angrenzende Anschlüsse ausstrahle und dort zumindest eine etwas höhere Datenleistung erreicht werde. Die Außenbereiche werden allesamt über Glasfaserkabel angeschlossen.

Ein Glasfaseranschluss werde während der Bauphase von der Telekom subventioniert und koste pauschal 599 Euro, sagte Himmelstoß. Später werde es teurer.

Ein lückenloser Breitbandausbau soll angestrebt werden, war man sich im Gemeinderat einig. Im zweiten Schritt werden die Restmittel (rund 280 000 Euro) der bayerischen Förderung sowie Bundesfördermittel dafür genützt, um die letzten weißen Flecken in Gemeinde zu erschließen.

Hermann Weingartner

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