Zurück zur Normalität geht durch impfen: Das findet Thomas Albrecht, hier geimpft von Helga Brunner, leitende MFA der Dorfener Praxis Bertram Arendt.
+
Zurück zur Normalität geht durch impfen: Das findet Thomas Albrecht, hier geimpft von Helga Brunner, leitende MFA der Dorfener Praxis Bertram Arendt.

„Ü40-Astra-Impfung“ in St. Wolfgang – Restbestände aus Großhandel in den Spritzen

Startklar für 3000 Corona-Impfungen

  • vonCIF.H. Weingartner
    schließen

Es ist eine Mega-Aktion, die die „Hausärzte im Isental“ am Wochenende vorhaben: In der Goldachhalle in St. Wolfgang sollen 3000 Menschen mit Astrazeneca geimpft werden.

St. Wolfgang – „Impfen, impfen, impfen“, dies sei der einzige Weg, um aus der Corona-Pandemie herauszukommen, betonen die Hausärzte Udo Hahn und Chrysovalantis Kantzeloglou im Gespräch mit der Heimatzeitung. Das sei ihre Motivation für die „Mega-Aktion“ am Wochende, erklärt Hahn. Bei der „Ü40-Astra-Impfung“ werden am Samstag und Sonntag ganztägig in der St. Wolfganger Goldachhalle 3000 Dosen des Astrazeneca-Vakzins verabreicht.

Die „Hausärzte im Isental“ – eine 2020 geschlossene Kooperation der Praxen von Bertram Arendt (Dorfen), Udo Hahn (St. Wolfgang) und Florian Bräuer (Isen) – stemmen diese Aktion. Das sei ein Riesenaufwand, das Personal und alle weiteren Beteiligten seien aber voll dabei, freut sich Hahn. Insgesamt acht Ärzte und 20 erfahrene Medizinische Fachangestellte (MFA) stünden bereit. Unterstützung habe man sofort von Gemeinde und Feuerwehr St. Wolfgang erhalten.

Bis zu 3000 Personen könne man ein Impfangebot machen, erklärt der Allgemeinmediziner. Männer und Frauen, die vor dem 28. Mai 1981 geboren sind, können das Angebot wahrnehmen.

Woher kommen die 3000 Impfdosen? Lieferant ist die Dorfener Parkapotheke von Jens Krautscheid. Er beziehe die Impfdosen über den Großhandel, erklärt der Apotheker auf Nachfrage. Dabei handle es sich um Bestände „nicht ausgelieferter Astra-Vakzine“, die von Ärzten zwar bestellt aber dann nicht abgenommen wurden. „Ich war sofort dabei“, betont Krautscheid. Sein Ziel sei es, „dass jeglicher Impfstoff in die Arme der Leute komme und keine einzige Dose weggeworfen wird“.

„Das ist eine sehr gute Sache“, sagt Bürgermeister Ullrich Gaigl unserer Zeitung, der sofort seine Unterstützung zugesagt habe. Die kostenlose Nutzung der Goldachhalle als Impfzentrum sei „ein Betrag der Gemeinde zur Pandemiebekämpfung“. Er hoffe, „dass die Aktion gut angenommen wird“.  prä

So funktioniert’s:

Die Mega-Impfaktion läuft ohne Voranmeldung und Priorisierung am Samstag und Sonntag, 29./30, jeweils von 8 bis 19.30 Uhr in der Goldachhalle. Verimpft wird ausschließlich der Impfstoff von Astrazeneca, betonen die Organisatoren. Die Zweitimpfung erfolgt dann am 24./25. Juli erneut in der Goldachhalle.

Um den erwarteten Andrang zu entzerren und Wartezeiten zu vermeiden, sollten die Impfwilligen Zeitkorridoren nach dem Anfangsbuchstaben des Nachnamens erscheinen.

Am Samstag: A-G 8-11 Uhr; H-M 11-14 Uhr; N-S 14-17 Uhr; T-Z 17-19.30 Uhr.

Am Sonntag umgekehrt: T-Z 8-11 Uhr; N-S 11-14 Uhr, H-M 14-17 Uhr, A-G 17-19.30 Uhr.

Auch interessant

Kommentare