Show-Acts statt traditionellen Gardefestivals: Die TSV Wolfganger Faschingsabteilung folgt dem Zeitgeist und präsentiert ein tolles Programm in der Goldachhalle.
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Fasching mal anders: Eine tolle Mischung präsentierten die Verantwortlichen des TSV St. Wolfgang an zwei Abenden bei ihrer Show „Dance Meets Circus“. Einer der absoluten Höhepunkte des gelungenen Abends war der Auftritt der Rosenheimerin Kathrin Aigner. Sie begeisterte mit einer atemberaubenden Pole-Dance-Nummer auf höchstem sportlichen und ästhetischen Niveau.
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Fasching in der Manege

Dance Meets Circus: TSV St. Wolfgang präsentiert Showprogramm in der Goldachhalle

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Show-Acts statt traditionellen Gardefestivals: Die TSV Wolfganger Faschingsabteilung folgt dem Zeitgeist und präsentiert ein tolles Programm in der Goldachhalle.

St. Wolfgang – Es ändert sich offenbar gerade etwas im bunten Faschingstreiben: Traditionelle Gardefestivals sind mehr und mehr out, mehr Abwechslung und noch mehr Show-Acts neben den Showtänzen sind neuer Trend. Auch die Faschingsabteilung im TSV St. Wolfgang hat diesen Zeitgeist erkannt und erstmals das Format „Dance Meets Circus“ statt dem üblichen Gardetreffen präsentiert. Und das beim ersten Mal an beiden Veranstaltungstagen gleich mit sensationellem Erfolg und riesen Zuspruch. „Wiederholung 2021 unbedingt“, so der Tenor im Publikum.

Mehrere hundert Besucher in der vollen Goldachhalle wurden schon beim Eintritt überrascht: Kein nüchternes Sporthallen-Flair, sondern eine tolle Halle dekoriert als Zirkuszelt, versprühte Manegen-Feeling, außerdem gab es ein Hochglanzmagazin mit allen Programmpunkten. Abgebrannt wurde dann ein kurzweiliges Showfeuerwerk, das die Besucher so noch nicht im Goldachtal erlebt hatten. Am Ende kamen alle Akteure noch einmal auf die Bühne und genossen den tosenden Beifall der restlos begeisterten Zuschauer.

18 verschiedene Attraktionen

Als Zirkusdirektor hatte Christian Manhart durchs Programm mit 18 verschiedenen Attraktionen aus Gruppen und Solisten geführt. Zu bestaunen gab’s auf der Bühne tolle Showtanzformationen mit Wechseln aufwändiger Kostüme, erstklassige Choreografien und atemberaubende Akrobatik bis unter die Bühnendecke.

Zum Auftakt brannten die „Members of Dance“ aus Grüntegernbach ein Spektakel aus Tanz, Akrobatik und Motto-Show ab. 32 Aktive zogen die Zuschauer heuer in den „Bann der Finsternis“. Ebenfalls überzeugend waren die Grüntegernbacher „Magic Dancers“ mit ihrem Motto „Fantasienland“.

Pole Dance, Modern Art, Zauber und Einrad

Ein Höhepunkt war der Auftritt der Rosenheimerin Kathrin Aigner. Ihre Pole-Dance-Nummer war eine sportliche Herausforderung, vorgetragen mit unglaublicher Flexibilität und Ästhetik. Ihr Heimspiel genossen die Lokalmatadore des TSV St. Wolfgang. Begleitet von der Marschgarde „Modern Art“ präsentierte zunächst das Fußballer-Prinzenpaar Michael I. und Sandra I. seinen flotten Tanz. In „Game of Chess“ zeigten „Modern Art“ eine Mischung aus Ballett und Jazz Dance. Beeindruckend auch „Young Generation“ von der Ballettschule Anne Staab, die in die Welt der Sternzeichen eintauchte, mit einem Mix aus Ballett und Modern Jazz. Unverwüstlich sind die „Crazy Mamas“, die sich 1991 formierten und heuer als „Wuide Weiber“ die Bühne rockten.

Abgerundet wurde das Programm durch die Zauber-Show von Christoph Flittner, den Einradkünstlerinnen des TSV Dorfen, der TGM-Turnerinnen-Show, den „2Steps“ Oberndorf, „ImPuls“ aus Dingolfing sowie der „Löwenshow“ von Sonja Manhart mit ihren vier „Junglöwinnen“. Den Schlussakkord setzte dann TSV-Organisator Anton Schwimmer mit einer lustigen Clown-Nummer.

Bürgermeister Gaigl: „Hoffentlich machen‘s es nächstes Jahr wieder“

„Ein super Programm, und auch die Aufmachung der Halle als Zirkus – hoffentlich machen’s es nächstes Jahr wieder“, schwärmte Bürgermeister Ullrich Gaigl. „Eine tolle Leistung, mal ganz was anderes.“ Bei dem Projekt, „mal a bisserl was andres zu machen“, habe man Vertrauen in die Jungen gesetzt, sagte TSV-Vorsitzender Rudolf Müller-Brunnhuber. „Der Jugend freien Lauf lassen, die machen das gut. Was raus kommt, ist sensationell.“

Hinter der Show steckte ein junges Team mit Therese Herzog an der Spitze. Sie sagte: „Die Aufregung war schon groß, aber bis auf Kleinigkeiten können wir sehr zufrieden sein.“ Ziel sei es, „immer wieder mal was Neues zu machen und neuen Schwung reinzubringen.“ Das war vortrefflich gelungen.

Hermann Weingartner

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