Überfüllter Schulbus in St. Wolfgang

Schüler als „stehende Geschosse“

Der St. Wolfganger Schulbus ist morgens komplett überfüllt. Ein zusätzliches Fahrzeug soll Abhilfe schaffen.

St. Wolfgang – Wie die sprichwörtlichen „Sardinen in der Dose“ quetschen sich morgens die Schüler in vielen Schulbussen. Auch der morgendliche Schulbus im Gemeindebereich St. Wolfgang, der die Kinder bis zur Grundschule bringt, füllt sich auf der Route aktuell mit bis zu knapp 100 Schülerinnen und Schülern. Das berichtete Bürgermeister Ullrich Gaigl (FW) im Gemeinderat. Mit einem „Verstärkerbus“ will die Gemeinde nun für Entlastung sorgen.

Ein entsprechender Antrag wurde von Julia und Stefan Klar gestellt, die einen zusätzlichen Schulbus von Reith nach St. Wolfgang fordern. Es sei rechtlich zulässig, dass so viele Schüler im Schulbus befördert werden und damit viele auch stehen müssen, also keinen Sitzplatz haben, sagte Gaigl. Einig war sich der Gemeinderat, dass dies eigentlich nicht sein sollte und man zumindest eine Verbesserung herbeiführen wolle.

Josef Göschl (WG Armstorf) befand die Situation im Schulbus als das „Allerletzte, ein Saustall“. Wenn es zu einem Unfall komme, würden die Kinder zu „stehenden Geschossen“. Magdalena Wandinger-Strauß (FW) wurde noch deutlicher: „Abartig“ seien übervolle Schulbusse.

Auf seiner Morgen-Tour nimmt der Schulbus Kinder aller Schularten auf. Der Weg führe aus dem östlichen Gemeindebereich über Armstorf nach St. Wolfgang zur Grundschule, wo der Bus um 7.36 Uhr vor Ort sein müsse, erläuterte Gaigl. Von dort fahre ein Teil der Schüler weiter zur Mittelschule Isen und Realschule Haag. „Im Bereich Armstorf sei der Bus dann richtig voll, sagte Gaigl. Mitte September seien 94 Schülerinnen und Schüler gezählt worden. Es seien wohl auch schon mal über 100 gewesen.

Der Vorschlag war nun, einen zusätzlichen Ergänzerbus einzusetzen. Der startet in Reith, hält dann in Armstorf und Schwindau. Es gebe ein Angebot über 30 495 Euro pro Jahr für einen Extra-Bus, der 23 Kinder befördert. „Das sollte uns das Geld Wert sein“, traf Markus Eberl (Entwicklung Gemeinsam) die Stimmung im Gemeinderat.

Auch Grundschulrektor Franz Finger befürworte einen Zusatzbus. Einstimmig beschlossen wurde, einen „Verstärkerbus“ einzusetzen. Damit reduziere sich die Schülerzahl im großen Bus deutlich. Auch dann werden aber noch nicht alle Kinder einen Sitzplatz haben.

Hermann Weingartner

Rubriklistenbild: © picture alliance / Stefan Sauer/ / Stefan Sauer

Auch interessant

Kommentare