Gemeinderat St. Wolfgang

Unimog wird nun doch gekauft

Für Verstimmung und Kritik hat im St. Wolfganger Gemeinderat die voreilige Ersatzbeschaffung zweier Kommunalfahrzeuge durch die Verwaltung gesorgt. Zum Austausch standen ein Unimog (Mercedes) und Bokimobil (Kiefer GmbH Dorfen) an. Nach einer Festlegung im Gemeinderat 2010 sollten diese Fahrzeuge regelmäßig ausgetauscht und auf fünf Jahre finanziert werden.

St. Wolfgang – Verwaltungsleiter Christian Miksch hatte sich auf diese Vorgehensweise berufen. Nach Rücksprache mit den Anwendern habe man sich im Bauhof wieder für einen Unimog wegen seiner guten Einsetzbarkeit und der besseren Übersicht im Winterdienst ausgesprochen. Miksch hatte dann einen Unimog bestellt ohne aber weitere Angebote und ohne die Zustimmung des Gemeinderats einzuholen. Im Gemeinderat gab es dafür jetzt teils harsche Kritik. Miksch räumte ein:„Tut mir Leid, das war ein Fehler. Das muss ich auf meine Kappe nehmen“.

Nach der Prüfung eines zweiten Angebots der Firma MAN, das Anton Daumoser (Wählergruppe Gatterberg – Schönbrunn) bereits in der März-Sitzung angeregt hatte (wir berichteten), wurde nun doch der Kauf des Unimog im Nachhinein doch abgesegnet. Mehrheitlich war man der Auffassung, das Mercedes-Fahrzeug sei für den Kommunaleinsatz besser geeignet.

Mit 13:3 Stimmen wurde ein Mietkauf (60 Monate) beschlossen. Mit 12:4 Stimmen wurde dafür ein Finanzierungsangebot (monatlich 1589 Euro) der örtlichen Raiffeisenbank beschlossen. Als Restwert für den alten Unimog waren 40 000 Euro angesetzt. Das sei „zu wenig“, meinte Daumoser. Die Verwaltung prüfe derzeit, ob man dafür noch einen höheren Verkaufswert erzielen kann, sagte Miksch auf Nachfrage der Heimatzeitung.

Ein Bokimobil der Firma Kiefer GmbH Dorfen sollte ebenfalls neu beschafft werden. Bei einer „umgehenden“ Beschaffung hätte man das ausgereift Modell noch für 97 000 Euro (mit EURO 5 Motor) bekommen können, hatte Miksch informiert. Ansonsten gebe es dann nur noch die neuere Serie mit einem EURO 6 Motor. Dieses Kommunalfahrzeug hätte dann rund 10 000 Euro mehr gekostet. Die Verwaltung sollte mit Kiefer über den Kauf verhandeln. Der Gemeinderat hatte mehrheitlich beschlossen, eine Zustimmung gebe es nur, wenn Kiefer das alte Fahrzeug für mindestens 60 000 Euro in Zahlung nehme. Auf den Deal sei die Firma aber nicht eingegangen, sagte Miksch auf Nachfrage.

Hermann Weingartner

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