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So sehen Helden aus: Michael Zurwesten vom TSV St. Wolfgang half mit seiner Stammzellenspende einem acht Jahre alten Buben aus Tschechien.

Aktion des TSV St. Wolfgang

Stammzellen: Fußballer rettet kleinem Bub das Leben

St. Wolfgang – Es ist der vielleicht größte Sieg, den Michael Zurwesten je errungen hat: Der 34-Jährige Abwehrspieler vom TSV St. Wolfgang hat Stammzellen gespendet und damit wohl einem kleinen Buben das Leben gerettet.

Es war eine tolle Aktion, die nun ein grandioses Ende fand: Am Karsamstag hatte der TSV St. Wolfgang an der Aktion Fußballhelden der Deutschen Knochenmarkspende (DKMS) teilgenommen. Einer der vielen, der sich damals typisieren ließ, war Michael Zurwesten. Der Abwehrstratege der Ersten Mannschaft dürfte nicht geahnt haben, dass er bald als Lebensretter gefragt sein würde. Denn der 34-Jährige hat einen genetischen Zwilling, der Hilfe braucht. Soeben war Zurwesten bei der Stammzellenspende im Robert-Bosch-Klinikum in Stuttgart.

Im Juli hatte der junge Familienvater Post von der DKMS bekommen, dass er als möglicher Spender in Frage kommt. „Ich habe sofort zugesagt“, so der 34-Jährige. „Danach war ich bei mehreren Voruntersuchungen und habe Tests auf Infektionskrankheiten, sowie EKG und Ultraschall sämtlicher Organe absolviert.“

Bei Zurwesten wurde eine periphere Stammzellenspende durchgeführt. Dabei werden die Stammzellen aus dem Blut gefiltert – wie bei einer Dialyse. Nach drei Stunden war der Vorgang abgeschlossen. Dem St. Wolfganger wurde erst hinterher mitgeteilt, dass er für einen achtjährigen Jungen aus Tschechien gespendet hatte. „Als ich das erfuhr, war ich sehr gerührt und stolz zugleich“, berichtet der TSV-Kicker.

Ob sich Spender und Empfänger eines Tages kennenlernen, ist noch nicht geklärt. Gerade in Tschechien gibt es dazu sehr strenge Regeln. „Viel wichtiger ist, dass der Bub gesund wird. In zwei Monaten darf ich auf jeden Fall einen anonymen Brief an die Eltern schicken“, erklärt der potenzielle Lebensretter.

Wer wie Zurwesten Stammzellenspender werden will, erfährt alles Wichtige über die Registrierung unter www.dkms.de/de/spender-werden.

Von Klaus Brandlhuber

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