Gratulation den Goldhochzeitern (vorne, v. l.): Enkel Thomas, Rosemarie und Joseph Reuter, Tochter Gabi Föstl; (hinten, v. l.):Martina Apfelbeck, Schwiegersohn Albert Föstl, Enkelin Andrea, Landrat Martin Bayerstorfer, Sohn Franz Reuter und Bürgermeister Ullrich Gaigl. Foto: Weingartner

Goldene Hochzeit Reuter

Zufrieden und glücklich bis heute

St. Wolfgang – Gemeinsam gehen Rosemarie und Joseph Reuter nun schon ein halbes Jahrhundert durchs Leben. „Wir haben immer kämpfen müssen“, erzählten die St. Wolfganger in der netten Gratulationsrunde bei ihrer Goldhochzeit.

Glücklich und zufrieden ist das Paar dennoch bis heute. Die Kinder schenkten Oma und Opa Reuter eine Reise nach Südtirol, wo man sich auf ein gemeinsames Familienwochenende freut.

Der Jubilar wurde in Freising geboren, ist aber in Thüringen in der früheren DDR aufgewachsen und 1955 über Berlin wieder nach Freising und schließlich 1957 in den Münchner Stadtteil Trudering gezogen. Dort lernte sich das Paar bei der Landjugend kennen und lieben, wo beide Vorsitzende waren. Geheiratet wurde erst als beide volljährig waren, damals mit 21 Jahren. Der Jubilar war da noch Schüler aber schon Vater, jobbte nebenbei und stand auch noch vor dem Abitur. In Erinnerung blieb auch die Hochzeitsreise nach Italien, abenteuerlich mit einem NSU Prinz 3 mit ganzen 23 PS. „Wir hatten mit nix angefangen“, schilderte Reuter. So hatte das junge Paar die ersten drei Ehejahre noch im Gartenhäuschen der Schwiegereltern gewohnt.

Reuter studierte Lehramt und wurde 1970 nach St. Wolfgang versetzt. Eigentlich wollten sie aber von München nicht weg und „heute wollen wir von St. Wolfgang nicht mehr weg“, erzählten die Beiden. 1975 bauten sie sich ein Haus, wo ihre beiden Kinder Gabi und Franz groß wurden und heute gerne mit den zwei Enkeln zu Besuch kommen. Als früherer Volksschullehrer kennen Reuter noch viele in der Gemeinde. Er unterrichtete in der fünften oder sechsten Klasse, einmal eine Klasse mit 49 Schülern. 2005 ging der Jubilar als Konrektor in Pension.

Reuter war aber auch immer ein engagierter und vielfältig, ehrenamtlicher tätiger Bürger. Er ist seit 1976 beim TSV St. Wolfgang, gründete 1977 die Ringerabteilung, war Trainer und Abteilungsleiter bis 1990. Zwölf Jahre war er kirchlich aktiv als Pfarrgemeinderat und im Dorfener Dekanatsrat und Diözesanrat. Als leidenschaftlicher Musiker und Sänger war er 40 Jahre aktiv im Kirchenchor und mit dem Schulchor schon 1975 bei der 1000-Jahrfeier von St. Wolfgang dabei. Heute singt er nur noch gerne beim Seemannschor Erding. Kurz war sein politisches Engagement als Gemeinderat von 1978 bis 1884. „Das hat mir ned so gelegen“, sagte Reuter.

Die Jubilarin ist eine Münchnerin, geboren in Daglfing. Sie hatte bei Bogner eine kaufmännische Ausbildung gemacht, war in ihrem Beruf in München tätig und hatte dann auch im Kindergarten ausgeholfen. Später arbeitete sie in Armstorf und St. Wolfgang als Kinderpflegerin. „Noch heute ist meine Frau die warmherzige Seele der Familie“, schwärmt der Jubilar, „ohne die meine zeitaufwendigen Ehrenämter nicht möglich gewesen wären“.

Heute im Ruhestand haben die Reuters natürlich mehr Zeit für ihre Hobbys, wie Reisen, Urlaub, Radfahren und Skilaufen. Und natürlich versäumt der Jubilar keinen Heimkampf seiner Ringer.

Zur Goldenen Hochzeit gratulierten auch Landrat Martin Bayerstorfer und Bürgermeister Ullrich Gaigl. prä

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