Herzlich begrüßt wurde Edmund Stoiber (2. v. l.) von Martin Bayerstorfer, Ulrike Scharf und Franz Hofstetter (v. l.). F.: (ham)
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Herzlich begrüßt wurde Edmund Stoiber (2. v. l.) von Martin Bayerstorfer, Ulrike Scharf und Franz Hofstetter (v. l.).

Schiene & Straße: Stoiber soll Erdinger Land helfen

Erding - Kann Edmund Stoiber dem Landkreis helfen, der Verkehrslawine zu entkommen? Franz Hofstetter war es einen Versuch wert.

Die Erdinger CSU hat schon viele Hilferufe ausgestoßen, um bei den Infrastrukturprojekten im Landkreis – vor allem bei Ringschluss, Walpertskirchener Spange und Erdinger Nordumfahrung – rascher voranzukommen. Oft mit wenig Erfolg. Zuletzt war es Ministerpräsident Horst Seehofer, der seine viel zitierte Zusage wieder kassierte, Sonderlasten rechtfertigten Sondermittel.

Den Besuch von CSU-Ehrenvorsitzendem Edmund Stoiber am Mittwoch in Erding nutzte Taufkirchens Bürgermeister und Bezirksrat Franz Hofstetter, einen der nach wie vor mächtigsten bayerischen Politiker um Unterstützung zu bitten. Die Antwort konnte nicht wirklich zufrieden stellen.

Stoiber hörte aufmerksam zu und gab Hofstetter danach recht, dass „wir eine völlig veraltete Infrastruktur haben“. Dies sei einer Exportnation wie der deutschen unwürdig. „Besonders schlimm ist, dass allein die Sanierung horrende Summen schluckt, die bei Neubauprojekten dann fehlen.“ Der frühere Ministerpräsident und Kanzlerkandidat begrüßte zwar, dass Peter Ramsauer 2014 zusätzliche vier Milliarden Euro für Straße und Schiene erhält, „das reicht aber immer noch nicht“. Wie Seehofer macht sich auch Stoiber für die Pkw-Maut stark.

Und er verweist auf ein Luxusproblem. „Wenn es um neue Straßen geht und der prosperierende Süden der Republik bedacht wird, dann höre ich regelmäßig das Klagelied aus anderen Regionen: „Denen geht es doch ohnehin schon so gut, warum bekommen die auch noch Geld?“ Tatsache sei jedoch: „Gerade in Boomregionen brauchen wir gute Verkehrswege“, so Stoiber. ham

Hans Moritz

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