Hermann Pröll hatte auf einen anderen Standort gehofft. Foto: Archiv

Schützenheim für 600 000 Euro

Bockhorn - Der Gemeinderat bewilligt einen erheblichen Zuschuss zum Vereinsheim der Jennewein-Schützen. Hermann Pröll kritisiert den Standort.

Die Jennewein-Schützen Mauggen können aufatmen. Die Gemeinde beteiligt sich mit erheblichen Zuschüssen und Bürgschaften am Neubau eines Schützenheims. Ganz klar war dies nach mehreren nichtöffentlichen Sitzungen nicht. Teils kontrovers diskutiert, so klang es heraus, einigte man sich letztlich auf ein Zuschusspaket, über das in öffentlicher Sitzung Einigkeit herrschte.

Grundlage ist, dass der Mietvertrag des bisherigen Schießstands, eine umgebaute landwirtschaftliche Halle, 2015 ausläuft. Eine Verlängerung und ein Ausbau ist vom Eigentümer nicht erwünscht. Schon derzeit können keine Rundenwettbewerbe durchgeführt werden und allgemein erschwerte Bedingungen herrschen, da der bisherige Wirt des Kommod Ende des vergangenen Jahres auszog.

Dabei geht es nicht nur um den Sportbetrieb. Die momentan 217 Mitglieder, davon 30 Jugendliche und 15 Junioren, „sind weitgehend mit der Ortschaft Mauggen identisch“, erklärte Bürgermeister Hans Schreiner. Sie organisieren das jährliche Dorffest, den Maibaum und das Oldtimertreffen mit Bauernmarkt. Angesichts dessen einigte man sich auf ein Zuschusspaket. Die Gemeinde wird für 3600 Quadratmeter Baugrund südwestlich von Mauggen ein Grundstück mit Baurecht von 5700 qm tauschen.

Rat Hermann Pröll fand dies wegen des Standorts „die falsche Wahl“. Er hätte ein Grundstück zwischen Mauggen und Bockhorn favorisiert, „damit die Ortsteile zusammenwachsen“. Dies sei „schade, aber kein Grund, dagegen zu stimmen“.

Im weiteren wird die Gemeinde einen Baukostenzuschuss von fünf Prozent, maximal 30 000 Euro, zusteuern und auf zwei Jahre die Zwischenfinanzierung von 140 000 Euro übernehmen, die an Zuschüssen vom Landkreis und dem Schützenverband erwartet werden. Für die Erschließung, die etwa 48 000 Euro kostet, steuert Bockhorn 30 000 Euro zu, übernimmt den Gehwegbau und den Kanalanschluss.

Größter Zuspruch der Gemeinde ist die Übernahme einer Bürgschaft für 200 000 Euro. „Da ist schon daran gedacht, dass die Generation die baut, auch bezahlt“, formulierte Schreiner. 589 000 Euro soll der Neubau kosten. Dafür sollen unter anderem die Mitgliedsbeiträge erhöht, zusätzliche Veranstaltungen durchgeführt und das Schützenstüberl im Eigenbetrieb geführt werden. Beitragen sollen auch Sponsoren sowie Aktionen im Verein und in der Ortschaft. gse

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