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Schutzgemeinschaft: Startbahn-Musterkläger bekommen Kosten ersetzt

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Flughafen - Aufatmen in Attaching und Umgebung: Die Schutzgemeinschaft Nord (SGN) hat den potenziellen Musterklägern gegen eine dritte Startbahn volle finanzielle Unterstützung zugesagt.

Und man hat auch die Tür weit aufgemacht für die von der BI Attaching geforderte juristische Vertretung durch Rechtsanwalt Eike Schönefelder. „Die Diskussionen sollten jetzt beendet sein“, fasste Fraunbergs Bürgermeister Johann Wiesmaier, der Zweite Vorsitzende der Schutzgemeinschaft, das Ergebnis der erweiterten Vorstandssitzung am Dienstagabend (wir berichteten) zusammen.

Denn: Zunächst einmal hat man beschlossen, dass die „Kriegskasse“ der Schutzgemeinschaft durch eine Sonderumlage der 45 kommunalen Mitglieder aufgefüllt werden soll. Dass das auch klappt, daran hegt Wiesmaier keine Zweifel. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Außerdem sei sehr gut erkennbar gewesen, „dass man wild entschlossen ist, den Widerstand zu bündeln“.

Eine Auswahl von Musterklägern sei noch nicht erfolgt, sagte Wiesmaier, der in Abwesenheit von Landrat Michael Schwaiger die Sitzung leitete. Denn man müsse zunächst den Planfeststellungsbeschluss abwarten, um entscheiden zu können, wer als optimaler Musterkläger in Frage kommt. Und dabei, sagte Wiesmaier, sehe es derzeit „sehr gut“ aus, habe man doch zahlreiche Personen in petto.

Wer immer aber als Musterkläger ausgewählt wird, „wird auf keinen Kosten sitzen bleiben“, betonte Wiesmaier und nahm so den Ängsten und Befürchtungen Betroffener den Wind aus den Segeln. Denn die Schutzgemeinschaft habe beschlossen, dass man die besten Musterkläger auch mit der besten Rechtsvertretung in das Klageverfahren gegen die dritte Startbahn schickt. Will heißen: Sollten ein oder mehrere Attachinger als Musterkläger ausgewählt werden und diese schon seit Jahren von dem BI-Anwalt Eike Schönefelder bisher beraten und betreut worden sein, dann sei es doch selbstverständlich und nur folgerichtig, dass Schönefelder auch weiterhin dessen Interessen vertritt. Das bedeute allerdings „keinen Freifahrtsschein“ für alle möglichen Rechtsanwälte, betonte Wiesmaier auch. Die Strategie sei klar: „Speerspitzen“ an Musterklägern intensiv mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterstützen, um der FMG so viel wie möglich entgegensetzen zu können - auch wenn man mit dem, was die FMG auffahre, nicht mithalten können, so Wiesmaier.

(Andreas Beschorner)

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