Bauausschuss Taufkirchen

Schutzzaun für Schutzhunde

Taufkirchen – Einen 1,80 Meter hohen Zaun möchte ein Ehepaar in Unterhofkirchen errichten. Er soll Schutz für Kinder sein, aber auch für ihre ausgebildeten Schutzhunde. Ein Vorhaben, das nicht jedem gefällt.

Das Grundstück des Ehepaars liegt im Baugebiet Unterhofkirchen, entlang der Einbahnstraße auf Höhe des Schulbushäuschens. Die Gemeinderäte des Taufkirchener Bauausschusses hatten grundsätzlich nichts dagegen, entschieden aber, dass die Optik des Zauns mit den Nachbarn abgestimmt werden müsse. Deshalb sollen die Hundebesitzer Gestaltungsvorschläge vorbringen, dann werde das Projekt nochmals beraten.

Das Schulbushäuschen störe sie in keinster Weise, betonte das Paar in seiner schriftlichen Anfrage. Ein Problem sei, dass sie zwei ausgebildete Schutzhunde hätten. 10 000 Euro habe die Ausbildung zum Polizeihund pro Tier gekostet. Am Bushäuschen spielende Kinder könnten die Hunde unbewusst oder ungewollt provozieren oder deren Jagdtrieb auslösen. Auch die Gefahr von Gift oder Diebstahl sei möglich, warf das Ehepaar ein. Die erlaubte Zaunhöhe von 1,20 Meter plus Bepflanzung sei in den Augen der Hundebesitzer für den Schutz nicht ausreichend, wohl aber der gewünschte 1,80 Meter hohe Zaun.

Er sollte blickdicht, eventuell mit Doppelstabmatten oder einer geschlossenen Holzwand mit Holzkunststoff-Elementen errichtet werden, erklärte Sachbearbeiter Hans Baumgartner den Gemeinderäten. Das Vorhaben müsse noch mit dem Landratsamt abgesprochen werden, denn die Sicht für den Verkehr dürfe durch den Zaun nicht beeinträchtigt werden.

Peter Attenhauser (REP) warf ein, er habe nichts dagegen, denn es gehe um die Sicherheit. „Aber wenn es recht greislig ausschaut“, gab er zu bedenken und meinte: „Zaun ist nicht gleich Zaun. Das gehört geklärt.“ Eine Auswahl an unterschiedlichsten Zäunen gebe es an der Straße Richtung Kirchlern zu begutachten, war aus dem Gremium zu vernehmen. Auch die Frage, ob die anderen Grundstücksseiten ebenfalls so hoch eingehaust werden sollen. Was nicht der Fall ist.

Thomas Unterreitmeier (CSU) war klar, dass ein 1,80 Meter hoher Zaun nicht schön ausschaue. „Man muss auch an die Nachbarn denken.“ Dass sich vielleicht auch die Kinder mit einem hohen Zaun wohler fühlen könnten, brachte Manfred Slawny (SPD) aufs Tapet. Schließlich gebe es Kinder, die Angst vor Hunden hätten. „Die Optik ist natürlich eine andere Frage.“ Bürgermeister Franz Hofstetter (CSU) fasste schließlich zusammen: „Wir sollten versuchen, dass es optisch einigermaßen gut ausschaut und die Vorstellungen der Gemeinde so festlegen, dass es auch für die Nachbargrundstücke passt.“ Zudem sollte eine entsprechende Bepflanzung in Erwägung gezogen werden, fand Baumgärtner. Auch das Straßenbauamt müsse noch gefragt werden. „Es wird nicht so einfach sein“, meinte der Sachbearbeiter.

Birgit Lang

Rubriklistenbild: © dpa

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