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An der Einsatzstelle stellte sich zur allgemeinen Erleichterung heraus: Niemand war in Lebensgefahr.

Missglücktes Überholmanöver

Schwerer Unfall auf Staatsstraße - Drei Kinder verletzt 

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Kirchasch - Bei einem schweren Unfall nahe Kirchasch sind am Mittwochnachmittag fünf Menschen verletzt worden, darunter drei Kinder im Alter von einem, drei und acht Jahren. Eine Frau hatte trotz Gegenverkehrs überholt.

Es ist der Horror aller Eltern, aber auch der Rettungskräfte: Bei einem Unfall werden Kinder verletzt. Genau das ist am Mittwoch gegen 15 Uhr auf der Staatsstraße 2084 Erding–Dorfen passiert. Zum Glück kam niemand schwerer zu Schaden.

Ersten Ermittlungen der Erdinger Polizei zufolge war eine 58-Jährige aus Aue im Erzgebirge mit ihrem Skoda Oktavia in östlicher Richtung unterwegs. Zwischen Neumauggen und Kirchasch soll sie bei maximal erlaubten 80 Kilometern pro Stunde auf gerader, aber leicht ansteigender Strecke zum Überholen angesetzt haben. In diesem Moment näherte sich auf der Gegenfahrbahn der Fiat Panda einer 41-Jährigen aus Kirchasch. Sie hatte ihren Sohn und zwei Neffen im Wagen. Die Buben, eins, drei und acht Jahre alt, waren alle vorschriftsmäßig in Kindersitzen gesichert und angeschnallt. Zeugenaussagen zufolge konnte die Mutter nicht ausweichen, der Skoda steuerte direkt auf den Kleinwagen zu. Kurz vor der Abzweigung zum Tierheim kam es zum Streifzusammenstoß. Beide Wagen landeten im Straßengraben. Der Panda überschlug sich. Wie durch ein Wunder verfehlten Autos die Alleebäume.

Schwerer Unfall zwischen Erding und Dorfen - Bilder

Nach dem Notruf löste die Integrierte Leitstelle Erding Großalarm aus: Die Rettungshubschrauber Christoph München und Christoph 1, fünf Rettungswagen, mehrere Notärzte, der Einsatzleiter Rettungsdienst, die Feuerwehren Bockhorn, Kirchasch, Lengdorf, Walpertskirchen und Altenerding sowie mehrere Streifen der Polizei machten sich auf den Weg. Auch das Kriseninterventionsteam rückte aus.

An der Einsatzstelle stellte sich zur allgemeinen Erleichterung heraus: Niemand war in Lebensgefahr. Es musste auch niemand aus dem Wrack geschnitten werden. Die Verletzten kamen in umliegende Kliniken. Während Bergung und Unfallaufnahme blieb die Staatsstraße für eine Stunde lang komplett gesperrt. Der Sachschaden beträgt zirka 10 000 Euro.

Hans Moritz

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