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Eine Brücke über den B15-Bahnübergang: Vor einer solchen Verschandelung soll Ministerpräsident Seehofer Dorfen bewahren.

Bahnausbau

Seehofer soll Dorfen vor Verschandelung bewahren

  • Anton Renner
    vonAnton Renner
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Dorfen – Jetzt soll’s der Landesvater richten: Die Bürgerinitiative „Für einen Bahnausbau ohne Mauern und Schranken“ hat Ministerpräsident Horst Seehofer in einem Brief um Unterstützung gebeten und ihn gleichzeitig zu einem Besuch nach Dorfen eingeladen.

Georg Brandhuber, der Sprecher der Bürgerinitiative, verweist in dem Brief an Seehofer auf dem Beschluss des Bayerischen Landtags, mit dem die Staatsregierung aufgefordert wird, sich beim Bund und der DB Netz AG dafür einzusetzen, dass die Interessen der Anwohner und Anlieger entlang der Bahnstrecke München-Mühldorf- Freilassing beim Ausbau gewahrt werden sollen. Brandhuber bedauert, dass in dem Beschluss die drohende Verschandelung der Landschaft bei Dorfen durch sieben bombastische Brückenbauten nicht erwähnt werde.„Allein die Tieferlegung der Gleise in einen Trog verhindert Schallschutzmauern und darüber die genannten Brückenbauten“, schreibt Brandhuber. Eine Aussicht auf Schallreduzierung gebe es nur mit einer Troglösung.

„Wir appellieren an Sie, Herr Ministerpräsident, schalten Sie sich im Sinne des Beschlusses in die derzeitigen Planungen der DB-Netze ein und helfen Sie damit uns und den folgenden Generationen“, appelliert Brandhuber an Seehofer.  Denn während die zur Zeit im Bau befindliche A 94 nach Fertigstellung einen wirtschaftlichen Aufschwung erwarten lasse, „bringt die von der DB gewünschte Zweigleisigkeit und ihre 230 täglichen Züge für die Stadt Dorfen außer Verkehrsströmen mit entsprechendem Bahnlärm keine wirtschaftlichen Vorteile“. Brandhuber verweist auch darauf, dass die Bahnstrecke München-Mühldorf-Freilassing 2016 neu ausgeschrieben werde. Die Südostbayernbahn beziffere den Wert auf eine Milliarde Euro. Brandhuber: „Es wäre sicher nur recht und billig, wenn die Nutznießer des zweigleisigen Ausbaues auch die Kosten für einen erträglichen Ausbau übernehmen. Die Stadt Dorfen ist dazu finanziell nicht in der Lage.“

Zum Schluss des Schreibens lädt Brandhuber den Ministerpräsidenten zu einem Besuch nach Dorfen ein. „Wir laden Sie ein, und würden uns freuen, Ihnen vor Ort unsere kleine, aber feine Stadt vorzustellen.“

Anton Renner

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