Beate Zschäpe: Verteidiger fordern maximal zehn Jahre Haft

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Der Münchner Tierschutzverein hat sich den Staffordshire-Terrier-Mischling in Hannover nun genau angesehen – und besitzt einen Gnadenhof bei Erding, wo der Hund unterkommen könnte.

Experte begutachtet das Tier

So tickt Killer-Hund Chico: Kommt er jetzt nach Erding?

Nach dem bizarren Fall von Hannover, wo ein Kampfhund seine beiden Besitzer zu Tode gebissen hat, ist die Zukunft des Tieres noch ungeklärt. Möglicherweise liegt diese im Münchner Umland.

München - Der schreckliche Angriff des Kampfhundes Chico, der seine beiden Besitzer Liridon K. (27) und dessen Mutter (52) in Hannover totbiss – er schockte ganz Deutschland. Jetzt stellt sich die Frage: Was passiert nun mit dem gefährlichen Tier? Wird es eingeschläfert – oder kommt es gar nach München? Denn Fakt ist: Der Münchner Tierschutzverein hat sich den Staffordshire-Terrier-Mischling in Hannover nun genau angesehen – und besitzt einen Gnadenhof bei Erding, wo der Hund unterkommen könnte.

Die Tierschützer machen aus dem Besuch in Niedersachsen auch kein Geheimnis: Claus Reichinger, Vize-Vorstand vom Tierschutzverein München, war am Dienstag in Hannover und hat den achtjährigen Rüden bei seinem allerersten Spaziergang nach der Schreckenstat be­­o­bachtet. Wir sprachen mit Reichinger und fragten, ob denn Chico nun nach München komme. „Das kann ich so auf Anhieb nicht beantworten“, meint Reichinger. „Ich bin dorthin gefahren, um mit meinem Kollegen vor Ort über die generelle Problematik nach dem Fall Chico zu sprechen“, betont er. Es stimme, dass der Gnadenhof die baulichen Möglichkeiten besitzt, auch ein solch gefährliches Tier aufzunehmen. Hier sei aber noch nichts entschieden.

„Das Tier war aufgeregt, ein bisschen gestresst und nervös“

Dennoch: Der Experte hat sich Chico vor Ort in Hannover angeschaut. Sein Urteil? „Der Hund ist am Dienstag zum ersten Mal aus seinem Zwinger herausgekommen und wurde von einem Hundepfleger an der Leine ausgeführt. Ich habe mir das angeschaut“, erklärt Claus Reichinger. „Das Tier war aufgeregt, hat sich aber relativ neutral verhalten, ein bisschen gestresst und ein bisschen nervös, aber im Großen und Ganzen hat der Chico das gut gemacht“, so der Eindruck des erfahrenen Tierschützers.

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Ja, beim Fall des Kampfhundes schlägt Reichingers Herz „auf zwei Postitionen“, wie er es selber beschreibt. „Da sind zwei Menschen umgekommen, die eh schon vom Schicksal gebeutelt waren – das darf man nicht vergessen“, so der Tierschützer. Es deute auch einiges darauf hin, dass der Kampfhund in der Wohnung falsch gehalten wurde. „Aber deshalb zu sagen, dann sind die Halter selber schuld, das kann ich nicht unterschreiben.“ Und dann fügt Reichinger an: „Auf der anderen Seite ist es einfach traurig, wenn ein Tier eingeschläfert werden muss, obwohl es vermutlich gerne weiterleben möchte.“

Petition für Kampfhund Chico 

Am Dienstag vergangene Woche hatte der Staffordshire-Terrier-Mischling Chico seine Besitzerin (52) und deren Sohn (27) in Hannover totgebissen. Nachdem er zunächst eingeschläfert werden sollte, hat das zuständige Veterinäramt auf viele Proteste reagiert. Nun soll der Hund eingehend überprüft und untersucht werden. Dann will man entscheiden, ob der Hund nun doch eingeschläfert wird oder ob er in eine spezielle Einrichtung kommt. Hunderte Anfragen soll es dahingehend schon gegeben haben. Auch eine Online-Petition wurde gestartet, die fordert, dass Chico weiterleben soll. Knapp 277.000 Menschen haben diese bereits unterschrieben.

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tz/mm

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